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Neueste Oekoheimatseiten April/Mai 2018

Foto: Kloster Benediktbeuern  von Carsten Bauer

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

das war eine lange Zeit in der ich nichts von mir haben hören lassen. September/Oktober 2017 war die letzte Ausgabe der Neuesten Oekoheimatseiten. -als Special: Kartensammlungen im Zeitalter der Digitalisierung. Zu meiner Entschuldigung: Ich hatte echt mal richtig viel um die Ohren.  Zum einen hatten wir in der Oldenburger SPD  die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im SPD-Unterbezirk Oldenburg wiedergegründet -in deren Vorstand ich dann gewählt wurde- und dann gehörte ich  auch noch zu den Gründungsmitgliedern einer Oldenburger SPD VerkehrsAG, die sich aufgemacht hat Alternativen zu dem in Oldenburg ebenfalls völlig aus dem Ruder gelaufenen Autoverkehr zu entwickeln. Also mal richtig praktische Polititk und keine Theorie . 🙂

Die Oekoheimatseiten starten jetzt aber wieder neu durch, aber es wird auch ein neues Format geben: Den „Schwerpunkt Bibliothek“ .Hier werde ich mich zu bibliotheksspezifischen Themen äußern. Aber das lest Ihr am besten gleich unter Top 1

1.  Die „Neuesten Oekoheimatseiten-Schwerpunkt Bibliothek“ und die „grüne Bibliothek“

Wer sich regelmäßig in Bibliotheken aufhält, hat vermutlich wahrgenommen dass das digitale Zeitalter dort bereits angebrochen ist. Der Teil der Medien, der online verfügbar ist, steigt kontinuierlich an und die Beschäftigten der Bibliotheken arbeiten mittlerweile in einem hochspezialisierten Informationsvermittlungsjob. Auch spielen Bibliotheken neben den Archiven eine große Rolle im Bereich der Wissenssicherung.

Bibliotheken sind oft Vorreiter gesellschaftlicher Prozesse. Ich habe mich deshalb entschlossen im Netzwerk „grüne Bibliothek“ mitzuarbeiten. Wer von Euch in Bibliotheken arbeitet kann sich dort ebenfalls einbringen. Da sich das Netzwerk gerade erst gründet, ist die Seite noch im Aufbau:

http://www.netzwerk-gruene-bibliothek.de/

Hier noch einmal der link zu den Oekoheimatseiten- Schwerpunkt Bibliothek:

https://www.oekoheimatseiten.de/?p=975

2. Mobilität: Gent und Flandern steuern um: Der Mobilitätsplan

ich sagte ja oben bereits, dass ich mich nun auch in der Oldenburger VerkehrsAG engagiere.Vollkommen neidisch schaue ich auf die belgische Stadt Gent. Dort hat man bereits umgesetzt, was in deutschen Städten reine Science Fiction ist. Kurz gesagt, das Auto wird nicht verboten, aber es viel umständlicher damit von A nach B innerhalb der Stadt zu kommen, als sich einfach aufs Rad zu setzen oder die Strassenbahn zu benutzen.

https://stad.gent/mobiliteitsplan

Auch als Tourist ist alles ganz einfach: Gerade mal 6,– Euro kostet die Tageskarte mit der sich in ganz Flandern die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen lassen:

https://www.delijn.be/De

Da lassen sich dann auch leicht die belgischen Brauereien zu besuchen.  Nachhaltige Ökonomie bedeutet eindezutig mehr Lebensqualität  🙂

https://belgium.beertourism.com/belgian-breweries

3. Architektur und Städtebau: Nijmegen ist die „European green capital“ 2018

wir bleiben im niederländischen Sprachraum. Das niederländische Nijmegen ist die diesjährige European Green Capital. Das wäre doch mal was für eine  themenbezogene Klassenfahrt oder auch einen Betriebsausflug? Hier die Seite:

https://greencapital2018.nl/en/

Und hier die entsprechende Seite der EU:

http://ec.europa.eu/environment/europeangreencapital/winning-cities/2018-nijmegen/

4. Kunst und Kultur: Europäische Kulturhauptstadt 2018 ist Leeuwarden/Friesland und Tall Ship Race 2018

Und wieder sind es die Niederlande. Die Europäische Kulturhauptstadt 2018 ist das gerade mal 190 km von Oldenburg entfernte Leeuwarden. Hauptstadt der niederländischen  Provinz Friesland. Stadt und Provinz haben den begehrten Titel für dieses jahr zusammen geholt. Auch das niederländische Friesland ist immer eine Reise wert…..

https://www.friesland.nl/de/kulturhauptstad-2018

Für mich von besonderem Interesse, die Places of hope:

http://placesofhope.nl/en/visit-the-exhibition/

Und wo ich auf jeden Fall dabei bin, ist das Tall Ship Race in Harlingen: 27 Windjammer(!) nehmen teil. Das wird gut!

https://www.thetallshipsracesharlingen2018.nl/evenement/de-schepen/

5. Technische Innovation/Wirtschaft: nationale Plattform Elektromobilität

Bereits in früheren Oekoheimatseiten habe ich auf die nationale Plattform Elekromobilität hingewiesen. Diese ist nach wie vor die beste Webseite, auf der man sich über die derzeit erhältliche Elektroautos informieren kann und über die Fördermöglichkeiten:

http://nationale-plattform-elektromobilitaet.de/

6. Umwelt und Naturschutz: Plastik überall:

Es wird immer schlimmer.Von der Salatgurke bis zu Kräutern, alles wird in Plastik eingeschweisst. Wie sollen wir dieses Zeug nur wieder loswerden? Und was können wir tun, damit der Berg nicht noch größer wird. Utopia zeigt, wie man in 7 Schriten den eigenen Plastikverbrauch masiv reduzieren kann:

7. Dinge, die Welt unbedingt braucht: Narrowboats

Was ist um Himmels Willen ein narrowboat? Es ist etwas typisch britisches. Es gibt sie seit 1750 und sie sind mit der ersten Phase der Industrialisierung in England verbunden. Bevor die Eisenbahn den Transport übernahm wurde alles mit Ihnen über das gut ausgebaute britische Kanalnetz transportiert. Sie sind um die 20 m lang und max 2.50 m breit. Heutzutage schmücken buntbemalte Narrowboats jeden britischen Binnenhafen und man kann sich sogar als Tourist eines mieten und damit eine wunderbare Zeit auf Englands Kanälen verbringen.

Visitbritain, das ofizielle Tourismusportal hat eine wunderbare Seite mit vielen schönen Fotos dazu:

https://www.visitbritain.com/de/de/7-ideen-fuer-einen-bootsurlaub-england#IzIK0POtcFeBrGXp.97

So und das wars auch schon wieder, Das nächste mal melde ich mich im Juni wieder. Dann gibt es die Neuesten Oekoheimatseiten mit dem Schwerpunkt Bibliothek und einem Bericht vom Bibliothekartag in Berlin.

Bis dahin eine entspannte Zeit

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ gibt es auch im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“ und demnächst auch auf Facebook

Neueste Oekoheimatseiten September/Oktober 2017 -Schwerpunkt Bibliothek: Karten im digitalen Zeitalter

Titelbild: Trattoria in der Toskane mit Kartenmotiven.

ISSN   2199-6555

Das digitale Zeitalter hat längst angefangen, und es wird wohl kaum einen Bereich geben, der nicht von ihm betroffen wird. Ich möchte aber nicht in den Chor derer einstimmen, die dies verurteilen. ganz im Gegenteil: Ich sehe durchaus die Chancen, die diese Technologie mit sich bringen wird. Für die Kartensammlungen vieler Bibliotheken bietet sich dabei eine Chance neu wahrgenommen zu werden und ihre Bestände in den Fokus der Nutzer zu lenken.

Am 30.Mai 2017 gab es auf dem Bibliothekartag zwei Vorträge zu dem Thema „Karten im digitalen Zeitalter“. Zum einen von Hans Bauer vom Leibnitz-Insititut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg: „Mit der Karte zur Sammlung-Digitale Karten als Knoten für Informationsressourcen“ Hans Bauer stellte insbesondere das Projekt „Geoport Ost vor, dass 901 versteckte Karten digitalisierit und online verfügbar gemacht hat. Der zweite Vortrag war von Roman Walt von der ETH Zürich. „Map series: Effiziente und nutzerorientierte Erschließung von Einzelblättern aus Kartenwerken“. Insbesondere der zweite Vortrag richtete sich eher an Kollegen, die in der Erwerbung und Katalogisierung arbeiten. Die Vorträge finden sich hier:

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/16622

Schon vor vielen jahren haben sich die Kartenprojekte openstreetmap. openseamap und opencyclemap gegründet. Die Idee, war eine interaktive karte, die sich permanent verändert und an der die Nutzer mitarbeiten zu erschaffen und selber Karteninformationen zur Verfügung stellen:

Hier die Seite von openstreetmap:

https://www.openstreetmap.org/#map=5/51.500/-0.100

Hier die Seite von openseamap:

http://www.openseamap.org/index.php?id=openseamap&no_cache=1

Hier die von opencyclemap:

https://www.opencyclemap.org/

Diesen Gedanken hat sich das Projekt GeoPortOst des IOS zu eigen gemacht. Auch hier sind die Nutzer beteiligt worden um Karteninformationen zu erschliessen, ich gehe sofort im Detail darauf ein:

http://geoportost.ios-regensburg.de/

Der Kollege der ETH Zürich zeigte auf, wie sich mithilfe des Programmes „map series“ das Navigieren innerhalb einer Kartenserie erleichtern lässt. Hier die Seite von map series:

https://storymaps.arcgis.com/de/app-list/map-series/

Ziel einer Digitalisierung von Karten in der Schweiz ist insbesondere der Aufbau und Weiterentwicklung des Kartenportals Schweiz:

http://www.kartenportal.ch/

eine schon fast perfektes digitales Kartenwerk umfasst der Server des Geoportals Schweiz:

https://www.geo.admin.ch/

https://map.geo.admin.ch/?topic=ech&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-farbe&layers=ch.swisstopo.zeitreihen,ch.bfs.gebaeude_wohnungs_register,ch.bav.haltestellen-oev,ch.swisstopo.swisstlm3d-wanderwege&layers_visibility=false,false,false,false&layers_timestamp=18641231,,,&lang=de

Auch für Deutschland gitb es ein geoprtal, aber die Vernetzung der deutschen Kartensammlungen bzw. Digitalisierungsprojekte von Karten sind derzeit eher die Ausnahme:

Besonders lobend erwähnt wurde von Hans Bauer aber das Canvas  Projekt der Deutschen Nationalbibliothek an der Uni Jena. Hier wird ein Digitalisierungsprojekt für historische Schulwandkarten durchgeführt:

http://www.ehh.uni-jena.de/Institut/Mitarbeiter/Dr_+Andreas+Christoph/CANVAS+|+Schulwandkarten.html

Insgesamt betrachtet lässt sich sagen, dass sich die Kartensammlungen in Bibliotheksbeständen wieder einer größeren Aufmerksamkeit erfreuen und dass sich mit der Digitalisierung auch die allgemeine Verfügbarkeit der informationsressource Karte verbessert.

ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit.

Neueste Oekoheimatseiten Juni/Juli 2017

Titelbild: Von Unwetter bedrohte Tapasbar in Laboe, die unter Punkt 7 noch eine Bedeutung hat.

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

es ist Juni, wie jedes Jahr werde ich auch in dieser Ausgabe, der Kieler Woche viel Platz einräumen. Wer jemals die Menge an Traditionsschiffen und Windjammern gesehen und ihr majestetisches Dahingleiten bewundert hat, wird vielleicht verstehen warum. Ist es eigentlich wirklich schlau, wenn wir um Waren über das Meer zu transportieren, Schweröle verbrennen, wo doch der Wind ganz umsonst weht? Mehr dazu unter Punkt 5.

Aber jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Arbeitswelt, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was irgendwie damit zusammenhängt Diesmal mit eindeutig maritimen Schwerpunkt.

1.Politik: Bundesverkehrsminister will norddeutsche Traditionsschiffe an die Kette legen

Foto: Schärenkreuzer bei Laboe von Carsten Bauer

Bundesverkehrsminister Dobrindt will die Sicherheitsvorschriften für Traditionsschiffe verschärfen. Das Problem: Traditionsschiffe werden in der Regel von  Vereinen betrieben. Diese werden sich die teuren und unnötigen Vorschriften nicht leisten können.

Der Streit brach im November 2016 aus als Verkehrsminister Dobrindt seine Sicherheitsvorschriften für Traditionsschiffe vorstellte, die Verschärfungen würden die Traitionsvereine viel Geld kosten und eine Aufechterhaltung des originalen Zustandes wäre unmöglich. Der Widerstand ließ nicht lange auf sich warten und es formierte sich eine breite Abwehrfront der Vereine und der norddeutschen Länder (und zwar unabhängig von der politischen Coleur).

Hier seht Ihr die Seite der gemeinsamen Kommission für historische Wasserfahrzeuge (GSHW), die die Pressestimmen und Hinergrundinformationen sammelt.

http://www.gshw.de/dcms_index.php?id=2451&lang=de

Aber das Verkehrsministerium bleibt uneinsichtig und obwohl verklausuliert formuliert wird, dass die Traditionsschifffahrt erhalten werden soll, gibt es nur wenig Bewegung:

https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/WS/erhalt-traditionsschifffahrt.html

Die niedersächssische SPD-landtagsfraktion ist sich hier einig: Dobrindts Plan wird gestoppt!

http://www.spd-fraktion-niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/371736.php

2. Tourismus: Kieler Woche vom 17.-25.Juni 2017

Foto: Regatta vor Laboe von Carsten Bauer

und wieder ist Kieler Woche und der der Autor dieser Seiten wird selbstverständlich wie in jedem jahr sein Unwesen dort treiben, bzw. bei hochgeistigen Getränken über die Rückkehr der Frachtsegler philosophieren 🙂

im Jahr 1882 fand die erste Kieler Woche statt und so wurde der Grundstein gelegt für eine Veranstaltung, in der Volksfest, Sport und Traditionsschiffahrt auf eine in der Welt einmalige Art miteinander verbunden werden. Zitat Berliner Zeitung vom 23.05.2015 „Rund 3.500 Segler, fast 2.000 verschiedene Jollen und Kielboote, rund drei Millionen Besucher auf dem Volksfest im Stadtzentrum und rund 400.000 im Segelzentrum Schilksee machen die Kieler Woche zum größten Segelevent der Welt.“

http://www.kieler-woche.de

ich finde ja die Regatten vor Schilksee am interessantesten. Wer sich über Regeln und Klassen informieren möchte, dem empfehle ich die Seiten des Deutschen Segler verbandes.

http://www.dsv.org/

 

3. Wirtschaft: „maritime Wirtschaft und Küstentourismus““

 

Foto: Reparaturwerft und Schiffbau in Lysekil

Fast 400.000 Menschen arbeiten in Deutschland im unmittelbaren Bereich der sogenannten maritimen Wirtschaft. Damit sind sowohl die Arbeitsplätze in Seehäfen als auch die im Boots-und Schiffbau gemeint.  Dazu kommen die Beschäftigten in Sportboothäfen und Marinas, die Beschäftigten der Gaststätten, die in Häfen liegen, die unzähligen nicht statistisch erfassten Dienstleister.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/maritime-wirtschaft.html

Ein ökologische und soziale Ökonomie wird dem Arbeitsplatz „Meer“ eine zentrale Rolle zuweisen. es geht nicht nur um Warentransport, sondern auch um Off-Shore-Windparks, Um Altlasten die auf dem Meeresgrund liegen. Um Fischbestände und Fischzucht und natrülich auch um Tourismus.

Ein Netzwerk aus Instituten und Firmen hat den maritimen Cluster Norddeutschland gegründet. Mit diesem Nietzwerk sollen verschiedene Partner zusammen  gebracht werden. z.B. Forscher und Firmen, Fischer und Windparks uvm. Schöne Seite zum Stöbern:

http://www.maritimes-cluster.de/

Teil deses Clusters ist auch Greenshippeng. Eine Plattform die sich vor allem um die Zukunft der Schifffahrt Gedanken macht.

http://greenshipping-niedersachsen.de/

4.Fischerei:  Die Überfischung der Meere/Die Zukunft der Fischerei: Hoffentlich nachhaltig:

Foto: Fischkutter auf See bei Borkumriff von Carsten Bauer

sie sehen ja so hübsch aus, die Fischkutter, die in den nordddeutschen Häfen dümpeln, aber mit der Realität des Fischfangs hat das wenig zu tun. Die Realität ist daß das was in der Tiefkühltruhe im Supermarkt so appetitlich angerichtet ist von riesigen Fabrikschiffen aus dem Meer oder aus der Tiefsee geholt wird.

Diese Industrie durchforstet  jeden Quadratzentimeter Ozean und schreckt dabei selbst vor riesigen Distanzen nicht zurück. Der Markt will Fisch?   Er kriegt ihn. Auf Kosten der Küstenfischereiei in der ganzen Welt und auf Kosten des größten Ökosystems der Erde.

Planet Wissen hat eine ganz Sendung zur Überfischung der Meere gemacht:

http://www.planet-wissen.de/natur/meer/ueberfischung_der_meere/pwieeuropaeischefischereipolitik100.html

Leute, wenn ihr unbedingt Fisch essen müsst dann kauft wenigstens solchen aus nachhaltiger Fischerei! Hier die Infos, auf den Seiten des WWF:

http://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/nachhaltige-fischerei/

5. innovation: Timbercoast und die Avontuur transportieren Fracht per Windkraft

Foto: Einige der vielen Windjammer auf der KielerWoche von Carsten Bauer

Na da ist sie ja die Rückkehr der Windjammer. Auf sehr leisen Pfoten kommt sie wieder. Die Avontuur transportiert Waren mit einem schmucken Dreimaster.

Auf der Seite von Timbercoast heisst es das mehr als 90 Prozent des globalen Welthandels mit Containerschiffen abgewickelt werden. Diese werden mit Schweröl betrieben. Ein Brennstoff, der an Land längst verboten ist und als Sondermüll entsorgt werden muss. Damit sind die Ozeanriesen quasi schwimmende Müllverbrennungsanlagen, für die es wenig Schadstoff-Richtlinien gibt und die kaum Umweltverpflichtungen unterliegen.

Die schöne Alternative dazu heisst Frachtsegler.

https://timbercoast.com/

6. Regionales Nordwest: Offshore Windparks

Foto: Rote Tonne vor Norderney mit Blick auf Windkraftanlagen von Carsten Bauer

Sie sind umstritten, die Offshore Windparks: Einseits brauchen wir dringend den sauberen Strom, andererseits sind sie massive Eingriffe in die Küstenlandschaften. Aber gibt es für ein Industrieland mit unserem Energieverbrauch wirklich eine Alternative?  immerhin gibt es jetzt eine gemeinsame Seite der Offshore Windparks, auf der man ganz gut stöbern kann:

http://www.offshore-stiftung.de/projekte

Alles gut und schön, aber jede dieser Anlagen ist halt auch wieder ein Eingriff in die Natur. Greenpeace fordert Normen und Schallschutz bei Off -Shore Anlagen:

https://www.greenpeace.de/themen/meere/industriegebiet-meer/offshore-wind-muss-leiser-werden

7. Was die Welt im Juni unbedingt braucht? Vielleicht einfach mal chillen am Meer?

Foto: Weisswein in Strande von Carsten Bauer

Es gibt sie, diese perfekten Orte an denen man aufs Meer oder einen Hafen schauen und bei einem Weisswein den Gedanken nachhängen kann. Da offenbar noch niemand eine Seite dazu gemacht hat, kriegt Ihr von mir meine persönlichen Top 5. Aber nicht weitersagen:-)

 Das Schöne Aussichten in Leer:

Mein ganz persönlicher Favorit (da bin ich auch am meisten 🙂  Das schöne Aussichten in der ostfriesischen Hafenstadt Leer. Traumlage, Top Location und superleckere Küche.

http://www.schoeneaussichten-leer.de/

Rias Beach, Borkum:

Direkt an der Promenade, kann man hier bei sanften Lounge und Cill Out Beats abhängen und dabei aufs Meer oder den Leuten zuschauen. Einfach wunderbar!

http://nattunddroeg.de/rias/

Das Kaiser´s in Strande

Ein perfekter Ort: Obiges Foto enstand dort. Bei Kaisers kann man auf die Kieler Förde schauen und rüber nach Laboe. Bei der Kieler Woche ein guter Platz um den Regatten zuzuschauen

http://www.daskaiser.de/de/

Buena Vista: Die Tapas Bar in Laboe:

Genau gegenüber von Strande dann das Buena Vista. Praktischerweise verkehrt eine Fähre zwischen Strande und Laboe. Superleckere Tapas und Cocktails und dabei ein atemberaubend schöner Blick auf die Kieler Förde, Das Titelfoto dieses Newsletters wurde dort gemacht.

http://www.kiel-gastronomie.de/informationen/masterindex.php?id=00000133

neysPlace, Norderney:

Der ehemalige Yachtclub sieht nun ein bischen zu schicki aus, Ist es aber gar nicht.  Die Segler aus der ganzen Nordsee kehren dort trotzdem ein. Und der Blick und die Atmosphäre sind nach wie vor wunderbar.

http://www.neysplace.de/home

Und das wars jetzt wieder bis Mitte Juli. Ich wünsche Euch eine entspannte Zeit.

Euer Carsten

 

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

 

Copyright für alle Fotos: Carsten Bauer

 

Neueste Oekoheimatseiten März- Mai 2017

Foto: Aperol zum Saisonbeginn von Carsten Bauer

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

endlich Frühling. Der Winter liegt hinter uns. Irgendwie hatte ich so viel um die Ohren, dass ich seit März nicht dazu gekommen bin den nunmehr wirklich überfälligen Newsletter zu schreiben. Ganz untätig war ich in Sachen Oekoheimatseiten aber auch nicht, denn immerhin besteht seit kurzem die Möglichkeit, sich auf meiner Homepage direkt anzumelden und damit dann den Newsletter zu abonnieren. Zudem habe ich auch am Entstehen des BiWiFo-Reports 1/2017 „Perspektivwechsel: Wege in eine enkeltaugliche Zukunft“ mitgearbeitet Das Ergebnis könnt Ihr Euch hier ansehen:

 https://biwifo.verdi.de/service/report/++co++2a07f4e8-0a4e-11e7-b741-525400afa9cc

Aber jetzt geht es endlich wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Arbeitswelt, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was irgendwie damit zusammenhängt:

1.Politik : Die Niederlande nach den Wahlen und Frankreich vor der entscheidenden Abstimmung:

Dieses Wahljahr ist für Europa schicksalhaft. und auch für die politische Weichenstellung für den Klimaschutz. Das Wahlergebnis in den Niederlanden ist ja ganz gut ausgegangen. So langsam aber sicher grooved sich dort auch eine neue Koalition ein. In den Niederlanden sind Groen links und Partei vor de Dieren  im Parlament. Damit sind Tierschutz und grüne Themen vertreten. Groen links wird vermutlich sogar Teil der neuen Regierungskoalition sein. Und so kann man hoffen, dass die neue  niederländische Regierung auch weiterin einen stabilen Kurs in Sachen umweltfreundliche Politik hält. Hier die neuesten infos zur Regierungsbildung in Den Haag aus dem Niederlande-Netz:

http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2017/april/0420GroenLinks.html

Und hier nochmal das Wahlergebnis:

http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2017/maerz/0316Wahlergebnisse2017.html

Und wie sieht es Frankreich aus? Die besten Karten hat hoffentlich der Sozialliberale Emmanuel Macron. Ansonsten brauchen wir über Europa und Umweltschutz in Verbindung mit Frankreich gar nicht mehr zu reden! Die Stichwahl ist auch eine Schicksalswahl für   Europa und für die europäische Klimaplolitik. Macron spricht sich auf der Seite seiner Bewegung En Marche ! für Umweltschutz und für eine ökologische Transformation aus

https://en-marche.fr/emmanuel-macron/le-programme/environnement-et-transition-ecologique

Zusammengefasst, wenn Macron gewinnt, dann können sich die Dinge zumindest nicht verschlimmern, und wir halten den bisherigen Minimalkonsens durch, der hoffentlich auch die Einhaltung der Klimaschutzziele beinhaltet.

2. Mobilität: Der Fahrradkrieg: 45 Minuten NDR regen unheimlich auf!

Ein der besten Sendungen, die der NDR in letzter Zeit gezeigt hat. in „Der Fahrradkrieg“ zeigt geht es um Radwege. Der NDR zeigt Beispiele aus Hamburg, Kopenhagen, Oldenburg und Osnabrück. Diese Dokumentation zeigt schonungslos wie das umweltfreundlichste Verkehrsmittel überhaupt stadtplanerisch sabotiert wird. Natürlich ist Kopenhagen das leuchtende Beispiel, aber das ist den Fahrradbeauftragen viel zu teuer. Wer wissen möchte wie stadtplanerische Arroganz aussieht, in dieser NDR-Doku gibt es gute Beispiele:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/Der-Fahrradkrieg-Kampf-um-die-Strassen,sendung631726.html

3. Tourismus und Reisen: ICE 4 transportiert Fahrräder 

Wir bleiben beim thema Fahrrad: Selbst ein schrottreifer IC aus den 90ern ist den ICEs derzeit noch dahingehend überlegen, dass Reisende darin Fahrräder transportieren können. Das soll sich ab Dezember 2017 ändern. Zwar sind es pro ICE 4 nur 8 Fahrräder die mitgenommen werden können aber immerhin. Ein Anfang! Hier eine Info des ADFC:

http://www.adfc.de/news/ice-4-transportiert-fahrraeder

Auch darüberhinaus ist es ja duchaus eine Alternative, eine Reise per Rad zu genießen. ich mache das schon seit Jahren und finde es gibt keine bessere Art, eine Landschaft absolut tiefenentspannt  kennenzulernen. Ein wunderbares Portal für Anfänger und Ungeübte ist fahrradreisen.de.

https://www.fahrradreisen.de/

4. Architektur und Städtebau: Skygarden und „The Chrystal“ in London

er entwickelt sich mehr und mehr zum touristischen Highlight in London. Der Skygarden. Die obersten drei Stockwerke des Wolkenkratzers sind ein Garten mit Restaurants und Café´s. Wer Ruhe vom touristischen Sightseeing sucht, der findet sie hier und kann bei einm Glas Weisswein auf die Tower bridge schauen.

https://skygarden.london/

Ein weiteres Highlight befindet in den Docks. „The Chrystal“ beschäftigt sich mit der Stadt der Zukunft und mit umweltfreundlicher und nachhaltiger Architektur.

https://www.thecrystal.org/

5. Buchtipp: Schluss mit den Fake News! „Das fossile Imperium schägt zurück“ von Claudia Kemfert

Die Energieökonomin Claudia Kemfert ist eine der heruasragensten Stmmen unter den Befürfortern einer bürgernahen Energiewende. Für die ich logischerweise auch bin. In ihrem neuen Buch „Das fossile Imperium schägt zurück“ setzt sie sich mit den Arguenten und Tricks der fossilen Energiewirtschaft auseinander. Franz Alt hat auf seiner wunderbaren Sonnenseite eine sehr schönen Text zu dem Buch veröffentlicht:

http://www.sonnenseite.com/de/politik/fake-argumente-gegen-die-energiewende.html

6. Regionales Nordwest: Die Ems-Dollart-Region (EDR)feiert ihren 40.Geburtstag:

mit den Niederlanden habe ich angefangen und fast am Schluß gehts es nochmal um die Niederlande. Um die deutsch-niederländische Freundschaft und um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die EDR wurde von den niederländischen Provinzen Goningen, Friesland und Drenthe und den deutschen Regionen Ostfriesland, Emsland und Oldenburg gegründet. Es gibt gemeinsame Friedensappelle, Umweltbeschlüsse aber auch einen deutsch-niederländischen Bibliothekstag, der jährlich abwechselnd in einer deutschen und einer niederländischen Bibliothek stattfindet.

http://www.edr.eu/de/news/home

7. Was die Welt unbedingt im Frühling braucht? Mahnende Stimmen!: Dieter Wieland feierte im März seinen 80.Geburtstag.

Seit meiner Jugend begeistert mich der bayrische Dokumentationsfilmer Dieter Wieland. Seine Filme schmerzen. Er legte den Finger auf die Wunde. Zeigte wie alte Stadtstrukturen in Deutschland in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zerschlagen wurden um eine autogerechte Stadt zu schaffen. Wie Einfamilienhausgürtel im Grünen etnstanden, die wiederum zu erhöhtem Pendelverkehr in die Stadt führten.. Der Bayerische Rundfunk hat seine besten Filme noch einmal auf seine Homepage gestellt:

http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/unter-unserem-himmel/dieter-wieland-topographie-100.html

Und das wars auch schon wieder, Ich wünsche Euch noch einen entspannten Mai und melde mich dann im Juni wieder.

Euer Carsten

 

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Neueste Oekoheimatseiten Februar 2017

Foto: Berlin: Sonnenuntergang vor Schrottschiff von Carsten Bauer

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

neulich ist mir in der Kartensammlung meiner Universität mal wieder die Deutsche Gewässerkarte in die Hände gefallen. Mit einer Länge von 7290 km ist das deutsche Wasserstrassennetz eines der längsten im Verhältnis zur Landesgröße weltweit. Binnenschiffahrt ist doch eigentlich klasse, warum ist denn bloß so wenig auf den deutschen Wasserstrassen los? Läßt sich da was machen? und ob! Mehr dazu unter den Punkten 1-3

Und jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Arbeitswelt, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was irgendwie damit zusammenhängt Diesmal mit dem Schwerpunkt Transportwesen und Binnenschifffahrt

1. Politik/innovation: Die Zukunft des Transports liegt auf dem Wasser!

In Deutschland gibt es 12949 km Autobahn und 7.290 km Wasserstrassen. Aber während  auf den Autobahnen jährlich 3.5 Mrd Tonnen Fracht transportiert werden  sind es auf dem Wasser lediglich 236 Mio Tonnen.

Wenn man dann noch überlegt, dass jedes Binnenschaft je nach Auslastung der Container theoretisch 40-120 LKws ersetzen kann, dann stellt sich doch die Frage: Warum nicht die Binnenschifahrt massiv fördern? Zum Einstieg in das Thema und zum Stöbern hier die Seite des Bundesverbandes der deutschen Binnenschiffahrt:

http://binnenschiff.de/content/

Also einen Binsenweisheit.Binnenschiffe sind besser als LKWs. Binnenschiffahrt stärken! Super, machen wir! Aber wie geht das denn? Was brauchen denn die KollegenInnen auf den Schiffen oder in den Reedereien?

Unsere holländischen und begischen Nachbarn sind uns da wie so oft eine Nasenlänge voraus. Da können wir lernen: Die sogenannten ZARA-Häfen (Zeebrügge, Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen )geben den Betreibern der Terminals angesichts des wachsenden Güterverkehrs und drohender LKW-Staus in den Häfen Ziele vor. Die Häfen Antwerpen und Rotterdam wollen den Anteil der Binnenschifffahrt am Containertransport  erhöhen..

Um ihre Ziele zu erreichen, verbessern die beiden Häfen ihre Binnenschiff- Infrastruktur z.B. durch zusätzliche Liegeplätze für Binnenschiffe im Hafengebiet und  Vermietung von Hafenflächen an Terminalbetreiber , die sich wiederum verpflichten eine vorgegebene Mindestgröße an Fracht per Binnenschiff transportieren.

Hier die Seite des Hafens von Rotterdam:

https://www.portofrotterdam.com/de/verbindungen-logistik/modalit%C3%A4ten/binnenschifffahrt

Mithilfe des Rotterdam-Bayern-Express, werden ohnhin schon 5 mal pro Woche Container über die Schiene von Bayern nach Rotterdam verladen. Seit kurzem gibt es hier eine attraktive Ergänzung mihilfe der Binnenschiffahrt:

https://www.portofrotterdam.com/de/nachrichten-und-pressemitteilungen/rotterdam-bayern-express-auch-ueber-wasser

2. Architektur und Städtebau: Wohnen auf dem Wasser

wenn man mal darübernachdenkt wie viele Menschen auf der Welt an Küsten wohnen ist sicherlich „Wohnen auf dem Wasser“  auch nachhaltiger als noch mehr Flächen zu verbrauchen um die Städte an Land zu vergrößern. Die Sendung „Planet Wissen“ hat eine spannende Sndung zum Thema gemacht:

http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/wohnen/zukunft_des_wohnens/pwieschwimmendehaeuser100.html

Und natürlich darf die Seite des Leuchturmsprojekts in Sachen „Wohnen auf dem Wasser“ nicht fehlen: Ijburg, der neue Stadtteil Amsterdams auf dem Wasser:

http://www.iamsterdam.com/en/local/about-amsterdam/neighbourhoods/ijburg

3.Nachhaltiger Tourismus: Mit Narrowboats über die britischen Kanäle

Die touristische Nutzung von Binnenwasserstrassen ist eine zusätzliche Möglichkeit zum Stärken einer ökologischen und sozialen Ökonomie. Wer kennt sie nicht, die bunten Wohnboote, die auf fast allen britischen Gewässern zu finden sind? .Diese Boote lassen sich bequem online chartern und in Grossbritanien braucht man dazu nicht einmal einen Bootsführerschein. Tatsächlich besitzt das Königreich ein weitverzweigtes Kanalnetz, aus den frühen Tagen der Industrialisierung. Zwar sind weite Teile davon heute nicht mehr transportwirtschaftlich zu nutzen, weil zu eng und oft nur für kleine Boote geeignet, aber der Waterway-Tourismus ist durchaus eine sprudelnde Einnahmequelle für die Gemeinden, die an diesen waterways liegen. Hier die Seite vom englischen und walsischen Canal & river trust:

https://canalrivertrust.org.uk/

Die Inland waterways association (IWA) ist der Interessenverband der narrowboat-Skipper:

https://www.waterways.org.uk/

Und natürich der Verband der Narrowboatenhusiasten: Narrowboatworld:

http://www.narrowboatworld.com/

4. Mobilität/Forschung: Alternative Schiffsantriebe: Brennstoffzelle und LNG

Auch Binnenschiffe werden aber mit Diesel angetrieben, und wer eine ökologische und soziale Ökonomie möchte, der sollte nix fossiles mehr verbrennen 🙂 : Schon seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts werden Brennstoffzellenantriebe für Schiffe entwickelt. Im Prinzip sind diese soweit serienreif..

Die größten deutschen Reedereien und Werften zu einem Projekt zusammengeschlossen um Brennstoffzellenantriebe für Schiffe praxisnah einzusetzen. Hier die Seite des e4ships-Projektes:

http://www.e4ships.de/prinzip-brennstoffzelle.html

Nicht besonders alternativ aber immer noch viel sauberer als traditionelle Schiffsdiesel sind Lng-Gas-angetriebene Schiffe. Der Hafen von Rotterdam erklärt uns wie es funktioniert und welche Vorteile die Binnenschiffe erlangen können wenn sie derart angetrieben werden:

https://www.portofrotterdam.com/de/transport-industrie/lng-drehscheibe/lng-als-treibstoff-fuer-schiffe-und-lkw

5. Politik/Forschung: Bundesumweltministerium ebnet den Weg für den E-Highway

eine Idee aus den 30er Jahren: Oberleitungen treiben Busse an. Auch Lastwagen gab es schon, die sich in das Oberleitungsnetz einklinken konnten. das Bundesxumweltministerium hat sich dazu entschlossen mehrere Feldversuche auf deutschen Autobahnen zu starten. Die Kosten sind relativ  gering. Würden die gesamten 12949 Autobahnkilometer in Deutschland vernetzt würde das in etwas 24 Mrd kosten oder auch 3 Berliner Flughäfen bzw. 24 Elbphilharmonien :-). Geplant ist der E-Highway zunächst auf der A1 und das auch dann gleich mit Skandinavienanbindung, denn Schweden hat das Trolli-LKW-System bereits erfolgreich getestet und will das System einführen. Hier ein paar Infos auf den Seiten des Bundesumweltministeriums:

http://www.bmub.bund.de/presse/pressemitteilungen/pm/artikel/freie-fahrt-fuer-oberleitungs-lkw-in-schleswig-holstein/

und wie soll man sich sowas vorstellen? Wieviele LKWs können denn gleichzeitig an der Oberleitung hängen? Antworten darauf gibt eine Konzeptstudie von Siemens:

http://w3.siemens.com/topics/global/de/elektromobilitaet/Seiten/ehighway.aspx23.

Ehrlich gesagt, ich bin da eher skeptisch. ich denke dieser Kabelsalat wird die Autobahnen noch störanfällier machen, als sie es ohnhin schon sind. besser Transporte reduzieren auf das Notwendige und verstärkt auf Bahn und Binnenschiffahrt setzen.

6. Regionales/Nordwest:  Das TTZ Bremerhaven: Wie kommt Bio-Forschung in die Unternehmen?

Das Technologie Transfer Zentrum Bremerhaven besteht seit 25 Jahren und hat -einfach gesagt- die Aufgabe Forschungsergebnisse in die Unternehmen zu transportieren. Wirklich ein spannender Ansatz und eine intelligente Methode der Wirtschaftsförderung und Standortsicherung für deutsche Unternehmen -und ihre Beschäftigten. Hier die Seite mit den Forschungsprojekten des TTZ, die übrigens zu einem großen Teil nachhaltig sind.

http://ttz-bremerhaven.de/de/forschung/umwelt/forschungsprojekte.html

7. Was die Welt im Februar braucht? ich denke ganz ganz dringend Ruhe und Inspiration und dabei hilft die Land Art von Richard Long

Land Art kann irgendwie jeder. Das ist das faszinirende daran. Wer hat noch nie an einem Bach gesessen und angefangen die Steine am Ufer zu irgendwas umzuformen? Oder kleine Pyramiden aufzutürmen? Zweige ordnen?.Vielleicht ist Land Art die ursprünglichste aller Kunstformen und schon die Vormenschen haben sich über sie ausgedrückt. Richard Long ist einer der ganz Großen unter den Land Art Künstlern. Hier ist seine Seite:

http://www.richardlong.org/

Viel Spaß beim Stöbern und vielleicht ist ja beim nächsten Sonntagsspaziergang mal Land Art angesagt? Ich werds auf jeden Fall ausprobieren:-)

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch enen entspannten Restfebruar und Märzanfang und melde mich dann Mitte März wieder. Lasst Euch nicht stressen!

Viele Gruesse

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Neueste Oekoheimatseiten Januar 2017

Foto: Bahnhof von Garmisch- Partenkirchen im Winter von Carsten Bauer

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

Ich wünsche Euch allen ein frohes neues Jahr. Hoffentlich seid Ihr gut reingekommen!

2017 also……In diesem Jahr wird Martin Luther und das 500-jährige Reformationsjubiläum sicher das kulturelle Thema sein. Und immerhin ganz praktisch für jeden Arbeitnehmer: Der 31.Oktober 2017 (Reformationstag) wird diesem Jahr  sogar bundesweit gesetzlicher Feiertag sein. Und es wird einen Reformationskirchentag in Wittenberg und Berlin geben. An Luther kommen wir also 2017 nicht vorbei  Nebenbei ist auch noch  Essen die grüne Hauptstadt Europas 2017. Und die internationale Gartenausstellung die findet auch noch in Berlin statt.

Aber jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Arbeitswelt,Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was irgendwie damit zusammenhängt.

 

1.Politik+Bildung: Bildungspolitische Seminare von verdi: 500 Jahre Luther und Brannenburger Forum 2017

Die ver.di Bildungsstätte Saalfeld liegt mitten in Thüringen. Letzteres ist protestantisches Kernland. In unmittelbarer Nähe hat Luther gewirkt. Und so ist es einerseits nicht verwunderlich, aber auch andererseits epochal 🙂 , daß sich Ver.di dem 500-jährigen Luther-Jubiläum widmet. Dabei  wird sich ver.di aber treu bleiben und Luther vor allem aus der Perspektive des Reformers und als Wegbereiter bürgerlich-protestantischer Ökonomie betrachten. Also unbedingter Seminartip von mir:

„Hier stehe ich….500 Jahre Protestantismus einst und jetzt“ vom 11.09.-15.09.2017 in der ver.di Bildungsstätte Saalfeld.

https://bst-saalfeld.verdi.de/seminare/seminare-zur-politischen-bildung/internationales/++co++44bf3524-be1a-11e6-9aac-525400940f89

Die ver.di Bildungsstätte Brannenburg, liegt malerisch in den bayrischen Voralpen in unmittelbarer Nähe der österreichischen Grenze. Wie jedes Jahr findet dort Ende August das Brannenburger Forum für nachhaltige Entwicklung statt. Immerhin hat das erste Seminar dieses Formats im Jahr 2011 den Autor dieser Seiten in seiner politischen Ausrichtung stark beeinflusst. 🙂

Also zweiter Seminartip von mir: „Brannenburger Forum für nachhaltige Entwicklung“ vom 28.08.-01.09.2017

http://www.haus-brannenburg.de/frameset_bildung.html

2. Kultur: 500-jähriges Reformationsjubiläum: Der Kirchentag vom 24.-28.Mai 2017 in Berlin und Wittenberg

Martin Luther wollte keine Revolution, er wollte die Reform der Kirche und der Verhältnisse. Er stand am Beginn der Neuzeit. Kolumbus hatte 25 Jahre zuvor Amerika „entdeckt“. Es begann ein Zeitalter, in welchem die alten Elite -der, Adel- , der neuen Elite, dem aufstrebenden Bürgertum weichen musste. Ein Zeitalter nie vorher gekannter Genozide (Vernichtung und Ausbeutung der Indianischen Kulturen, Aufkommen des transatlantischen Sklavenhandels und Kolonisierung). Aber auch das Zeitalter der Globalisierung hat hier den Anfang. Und hier geraten auch zum ersten mal die Vorläufer der heutigen Gewerkschaften, die mittelalterlichen Gesellenvereinigungen unter den Druck des sich verändernden Kapital-und Warenmarktes. Luther ist also mehr als ein Reformator, Er ist das Symbol einer neuen Ära, die seit 500 Jahren andauert. Gut dass sich die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) die Zeit nimmt Luther zu betrachten und ihn zu ehren aber auch ihm zu widersprechen. Der Kirchentag steht unter dem Motto „Du siehst mich“ und wird vom 24. bis 28.Mai 2017 in Berlin und Wittenberg stattfinden. Hier ist die Seite des Kirchentages:

https://www.kirchentag.de

Das Programm des Kirchentages ist erst im Frühjahr  online und ich werde es Euch dann mit den Oekoheimatseiten vorstellen. Natürlich nur den Part der sich mit dem Thema dieser Seiten befasst: Der sozialen und ökologischen Ökonomie.

Alle Infos zum Reformationsjubiläum gibt´s auf dieser Seite:

https://www.luther2017.de/de/

3.Architektur und Städtebau: Essen ist in 2017 die grüne Hauptstadt Europas

Das Ruhrgebiet ist grün geworden. Und -man höre und staune- es entwickelt sich zu einem Touristenmagneten. Die erfolgreiche Transformation der Kohle-und Stahlstadt Essen zur Europäischen grünen Hauptstadt ist bemerkenswert. die unzählige kleineren und größeren Projekte könnt Ihr Euch auf der Seite der Stadt Essen anschauen:

https://www.essen.de/rathaus/europa/eu_projekte/european_green_capital.de.html

und natürlich auf der speziell dazu entstandenen Homepage:

https://www.essengreen.capital/startseite_essen_egc.de.html

Eines der Projekte ist die sogenannte Emscher-Box. Hier kann man sich über den geplanten Rückbau bzw. die Renaturierung eines der am schlimmsten verschmutzten deutschen Flüsse informieren. Der Umbau wird sich über 30 Jahre hinziehen und bislang sind dafür 4,5 Milliarden Euro veranschlagt. Da sag noch mal einer vorbeugender Umweltschutz wäre wirtschaftsschädigend…..die Schäden zu reparieren ist wesentlich teurer!

http://www.eglv.de/emschergenossenschaft/emscher-umbau

Und das auch noch vorab:  Auch für die europäische grüne Hauptstadt 2018 braucht Ihr nicht weit zu fahren. Das ist das niederländische Nijmegen:

http://deutsch.nijmegen.nl/historisches

4.  Tourismus: Winter outdoor cycling: Mit dem Rad auf die Skipiste und Überlebensstrategien in der Stadt.

Radfahren im Winter ist natürlich nicht so einfach, aber mit dem richtigen Gefährt und der richtigen Ausrüstung ist  Radfahren im Winter eine Mordsgaudi. Der Schimidt Max zeigt wie es geht:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/freizeit/schmidt-max-radelt-im-schnee-100.html

So ein Fatbike  kann man sich natürlich auch einfach nur mal für einen Tag leihen. Hier beispielhaft  eine Skischule, die die Drahtesel verleiht:

http://www.skischule-tegernsee.de/news/neu-trendsport-fatbike/

und wenn Ihr Euch nicht im Winter in den  Bergen sondern einfach zu Hause abstrampelt, dann findet Ihr auf Trekkingbike.com ede Menge nützlicher Infos und Artikel über das Radfahren im Winter:

http://www.trekkingbike.com/test_technik/basiswissen/die-wichtigsten-tipps-fuer-winter-radfahrer/a3419.html

5. Mobilität der Zukunft/Regionales Nordwest: Die Rückkehr des Borgward als Elektroauto und „Schuppen Eins“

Die Pleite des Bremer Autoherstellers Borgward im jahr 1961 war das dramatische Ereigniss der jungen Wirtschaftswunderbundesrepublik. Die Modelle Hansa, Isabella und Arabella waren so formschön und elegant. Aber jetzt kommt Borgward wieder! Diesmal als reines Elektroauto. Chinesische Investoren machen es möglich. Am Standort Bremen sollen wieder Autos der Marke Borgward prodiziert werden. Und zwar immerhin 10.000 Stück pro jahr. Hier die Seite der neuen Borgward-Werke: Noch in diesem jahr soll der erste Wagen ausgeliefert werden.

http://www.borgward.com/

Wer gerade in Bremen und umzu unterwegs ist, sollte mal im „Schuppen eins“ vorbeischauen. mitten in der Überseestadt an einem Hafenbecken gelegen: Coole Location am Hafen und jede Menge Bastler, die sich um die Automobilprachtstücke vergangener Zeiten kümmern. Ein Automobilmuseum und Bastlertreff in einem. Das gibts nur da. Außerdem kann man dort gemütlich einkehren, auf den Hafen schauen und die Hafenatmosphäre genießen. Bremen-Übersee pur sozusagen:

http://schuppeneins.de/

 

6.Landwirtschaft/Gartenbau: Internationale Gartenausstellung (IGA)in Berlin und die Permakultur-Akademie

Vom 13. April bis zum 16.Oktober 2017 findet die internationale Gartenausstellung diesmal in Berlin statt . Im Wuhletal im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf wird gerade ein großartiger dauerhafter Park eingerichtet: Es gibt Wassergärten, Themengärten, chinesische Gärten, eine Seilbahn und viele andere Attraktionen. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall

https://iga-berlin-2017.de/

Lassen sich Pflanzen so aufeinander abstimmen, daß sie sich gegenseitig beeinflussen und im Wachstum befördern? Ohne Dünger, rein ökologisch? Wenn wir schon bei Luther sind: So eine Art von Menschen entworfener Garten Eden oder ökologischer Hightech Garten?

Die Ideen der Permakultur-Enthusiasten finde ich ganz erstaunlich  und auch die Seite der Permakultur-Akademie. Ob im eigenen Garten oder auf dem Feld. Hier gibt es für jeden Ideen.

http://www.permakultur-akademie.net/front_content.php

7 .Dinge die die Welt im Januar braucht? Gute Vorsätze: 10 Tips um umweltbewusster zu leben, die Ihr sofort umsetzen könnt.

Wer kennt das nicht? Der Jahreswechsel ist immer auch ein symbolischer Akt mit dem wir Altes beenden und mit Neuem anfangen können. Die Seite utopia.de hat uns 10 Vorsätze aufgelistet die wir sofort umsetzen können um die Welt ein klein wenig besser zu machen.

https://utopia.de/galerien/gute-vorsaetze-die-jeder-schafft/#13

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch einen entspannten Januar. Ich melde mich dann im Februar wieder.

Euer Carsten

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Neueste Oekoheimatseiten Dezember 2016

Foto: Trattoria in der Maremma (Toskana) von Carsten Bauer

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

schon wieder Dezember? Das bedeutet Weihnachtsstress und Winterurlaub in überfüllten Skigebieten oder auch alles zusammen! Mist!

Aber hey keine Panik! Das hier sind die Oekoheimatseiten: Und das bedeutet Vorfreude auf Weihnachten und eine chillige Zeit.  Auch im Winter kann so Urlaub gemacht werden, daß die Natur und die Seele keinen Schaden nehmen:-) mehr dazu unter Punkten 3 und 4 „nachhaltigerTourismus“. Außerdem geht es diesmal um langsames Reisen, eine seltsame Londoner Buchhandlung mit schrägen Charakteren und um Glücksökonomie für den ökologisch-sozialen Weihnachtsbaum.

Und jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1. Politik: Österreich: 77,6 % erneuerbare Energien im Netz!

Unser südliches Nachbarland Österreich hat auf dem Weg zur Energieautonomie einen neuen Rekord erreicht. Immerhin 77,6 % erneuerbare Energien waren im Jahr 2016 im Netz. das ist sicherlich zum einen der geografischen Lage zu verdanken zum anderen aber auch einer jahrzehntelangen verantwortungsvollen Energiepolitik. Hier die Seiten des Österreichischen Ministeriums für Wissenschaft, Foschung und Wirtschaft. da finden sich auch allerlei zusätzliche Informationen zur Österreichischen Energiepolitik.

http://www.bmwfw.gv.at/EnergieUndBergbau/Energieversorgung/Seiten/ErneuerbareEnergien.aspx

Aber nur Stromerzeugung ist nicht alles. Auch in Sachen Elektromobilität muss es vorangehen, und da ist die Ladeinfrasruktur das Hauptproblem. Hier noch die Seite des Verbandes „Erneuerbare Energien Österreich:

http://www.erneuerbare-energie.at/

und da nach meiner Überzeugung die Elektromobilität niemals das Ausmass der heutigen fossilen Mobilität erreichen darf, auch noch die Seite der „Verkehrswende Niederösterreich“. Hier haben sch verschiedene Verkehrsinitiativen zusammengeschlossen um die Wende von einer autogerechten zu einer menschengerechten Mobilität hinzubekommen:

http://www.verkehrswende.at/noe/verkehrswende-noe/

2.  Buchtips für den ökologisch-sozialen Weihnachtsbaum 🙂 : „Glücksökonomie“ und „Slow Travel“

Winterzeit ist bei mir immer auch Lesezeit.  Und angesichts des Massenkonsums der Weihnachten einsetzt ist ein gutes Buch auch wie ich finde ein gutes und ausreichendes Geschenk.

Annette jensen und Ute Scheub haben ein wunderbare Buch zur „Glücksökonomie“ geschrieben und auch Teile davon online gestellt. Ist diese Welt eigentlich wirklich die Welt in der wir leben wollen? Geht nicht auch alles ganz anders? Ohne Konkurrenz, Ohne Hierarchien? ohne die Zerstörung der letzten Ressourcen? ja das geht: Hier die Seite der Autorinnen:

http://www.gluecksoekonomie.net/

Schon 2013 schrieb der englische Reisejournalist Dan Kieran seinen Bestseller „Slow Travel“ oder die Kunst des langsamen Reisens. Als sein bester Freund seine polnische Freundin  heiratete und deren Familie darauf bestand, dass die Hochzeit in Polen stattfinden sollte, legte Dan die Reise in die polnische Provinz mt der Bahn und mit Bussen zurück. Dan entdeckte das langsame Reisen für sich. Er erwanderte die Landschaft vor seiner Haustür abseits der Strassen. Er warf seine Reiseführer weg und las lieber klassische Literatur die in seiner Reisegegend spielte. Er erforschte wie wenig man auf einer Reise mitnehmen muss und vieles mehr. Ein spannendes Buch, das wie ich finde unbedingt unter den Weihnachtsbaum gehört. Hier der link mit den bibliographischen Daten der Deutschen Nationalbibliothek

http://d-nb.info/1028161077

Dan arbeitete  auch zeitweise für „The Idler“ (engl. für Leerlauf), einer kuriosen Zeitschrift wie es sie wohl nur im britischen Königreich geben kann. Gründer der Zeitschrift ist  Tom Hodgkinson, der eines Morgens überlegte wie er diesen verdammten Wecker loswerden kann und dann glücklicherweise seinen Job verlor:-). er gründete eine Buchhandlung, die gleichzeitig Verlagssitz des Idler wurde und der Rest ist Legende:-) Hier alles über den Idler:

http://www.idler.co.uk/about/

3. nachhaltiger Tourismus : Winterurlaub im Friaul (Italien)

ich bringe das Thema nachhaltiger Winterurlaub bekanntlich jedes jahr im Dezember und wie immer muss ich zuerst die alpine Pearls als gutes Beispiel erwähnen. Mittlerweile sind es 26 Orte die sich den Grundsätzen eines umweltfreundlichen und nachhaltigen Wintertourismus verschrieben haben. Neu dabei Forni di sopra im italienischen Friaul.

https://www.alpine-pearls.com/die-urlaubsorte/ort/italien/forni-di-sopra/

Alle alpine pearls Orte geben eine Mobilitätsgarantie für Urlauber die ohne Auto anreisen und heißen diese auch besonders willkommen:

https://www.alpine-pearls.com/mobilitaetsgarantie/

Warum umweltfreundlicher Wintertourismus so wichtig für Mensch und Natur ist könnt Ihr noch einmal auf den Seiten des World Wildlife Fonds (WWF) nachlesen:

http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/umweltvertraeglich-reisen/skifahren-wintersport-mit-folgen/

4. noch mehr nachhaltiger Tourismus: Thermalwellness in Italien

Warum ist Winterurlaub eigentlich nur im Schnee möglich? Nett wäre doch auch in einer megagroßen Badewanne abzuhängen und es sich mal so richtig gutgehen zu lassen.

Und das Beste: Manchmal gibts dazu sogar noch einen Zuschuss von der Krankenkasse. Einfach mal nachfragen.

Fast 600 m hoch erheben sich  die Euganeischen Hügel aus der venezianischen Ebene Oben drauf liegen die Thermalkurorte Abano und Montegrotto Therme. Heißt im Winter im heißen Thermalwasser zu paddeln und dabei auf das Nebelmeer im Flachland schauen. Gibts was Besseres? 🙂 Hier alle Infos dazu:

https://www.visitabanomontegrotto.com/de/

5. Architektur und Städtebau: Sozialer Wohnungsbau im Vereinigten Königreich: Stehenlassen und renovieren bitte!

Schon im Juni diesen jahres hatte ich Euch Balfron Tower und Trellick Tower von Ernö Goldfinger vorgestellt, dessen Architektur Ian Fleming (ja genau: Der James Bond Autor) so furchtbar fand, dass er seinen bekanntesten Filmbösewicht (ja genau: Goldfinger:-) ) nach eben jenem Architekten benannt hat. Brutalismus heisst der Architekturstil -bekanntester Vertreter ist Le Corbusier- und ich finde diesen Stil einfach nur beeindruckend:

Ich hatte auch schon Andrea Klettners wunderbare Seite „Love london council housing“ vorgestellt:

http://www.lovelondoncouncilhousing.com/

Derzeit toben im Vereinigten Königreich heftige Debatten über das Stehenlassen oder den Abriß dieser und ähnlicher Gebäude. Manchmal gelingt es den Bewohnern Ihr Haus unter Denkmalschutz stellen zu lassen -wie z.B. bei Balfron und Trellick- manchmal werden sie einfach abgerissen um dann teure Luxusappartments dort entstehen zu lassen.  Eine Gruppe von Architekten hat sich entschlossen hier Widerstand zu leisten und fordert „Stehenlassen!“ und sogar neue und ähnlich mutige Initiativen zum Errichten von Sozialwohnungen wie es sie damals in den 60ern in England gab. Hier die Seite von „Architects for social housing“

https://architectsforsocialhousing.wordpress.com/

Und ich möchte Euch auch noch die Seite von Peter Chadwick „This brutal house“ vorstellen, der diesen Baustil über alles liebt:

http://thisbrutalhouse.com/

Und damit auch als letzten Buchtip in diesem Newsletter seinen Fotoband „This brutal World“. Wird  im „baunetz“ sehr gut beschrieben:

http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-ueber_den_Fotoband_von_Peter_Chadwick_4772559.html

6. Wirtschaft/Innovation: Und nochmal Schmidt Max mit einem Film zum Repair Café

Ich bin bekanntlich ein Fan des Max Schmidt seines Zeichens Moderator beim bayrischen Rundfunk. Die Sendung „Freizeit“ finde ich sehr inspirierend und total witzig. Im November hatte ich ja  das Thema wegwerfen, verbuddeln und Müll. Und kaum hatte ich die Mail an Euch verschickt und meinen Newsletter veröffentlicht, da hatte die „feizeit“ doch tatsächlich das Thema „repair café“. und die Sendung ist so gut gewesen, dass ich sie Euch unmöglich vorenthalten kann:-) Hier also „Schmidt Max und die Kunst der Reparatur“

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/freizeit/freizeit-206.html

7. was die Welt im Dezember braucht? Vielleicht richtig guten Jazz von Susanne Menzel und Klaus Ignatzek und dazu ein Bombardino?

Jazz ist etwas für Spezialisten? Das gilt nur für die Musiker. Für uns Zuhörer und Zuschauer kann Jazz eine Geschichte erzählen, eine Stimmung erzeugen und uns mitnehmen auf eine Reise. Die Oldenburgerin Susanne Menzel und Klaus Ignatzek machen genau das. Ein Konzert mit den Beiden ist wirklich unvergesslich. Hier die Seite mit den nächsten Konzertterminen und den CDs. Auf Youtube könnt Ihr Euch die beiden ebenfalls anhören. Aber ein Konzert ist besser.

und zum Abschluss sozusagen zum Genuss dieser Klänge und zu norddeutschem Schmuddelwetter oder auch zum aprés ski passt hervorragend ein Bombardino. Hier das Rezept, des italienischen Punsches auf Südtirol kompakt:

 

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche uns allen ein schönes und friedvolles Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue jahr. Ich melde mich dann im Januar wieder.

Euer Carsten

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Neueste Oekoheimatseiten November 2016

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

wenn alles gut geht, dann wird Ende 2022 das letzte deutsche AKW vom Netz gehen. Und dann? Was geschieht mit den „Resten“. Was mit dem Müll? Wie den Atommüll in den nächsten 10.000 jahren so verbuddeln, daß auch nachfolgende Generationen noch wissen wo das Zeug liegt? Und wer trägt die Kosten? Eines ist sicher: Es wird auch in Zukunft noch ziemlich viele Beschäftigte geben, die ihr Geld damit verdienen werden, daß Deutschland in den Jahren 1955 bis 2011 diese seltsame Idee mit dem Atomstrom hatte.

Mehr dazu unter Punkt 1: Politik und unter Punkt 2: Forschung

Und jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt. In eigener Sache noch, die gute Nachricht, daß die Oekoheimatseiten ab sofort wieder monatlich erscheinen.

1.Politik: Gesetz über die Finanzierung des  Rückbaus der Kernkraftwerke  verabschiedet:

Am 19. Oktober 2016 hat das Bundeskabinett das „Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung der kerntechnischen Entsorgung  verabschiedet“. Dabei sind die Betreiber der Kernkraftwerke auch zukünftig für die gesamte Abwicklung und Finanzierung der Bereiche Stilllegung, Rückbau und fachgerechte Verpackung der radioaktiven Abfälle zuständig.

Aber die Durchführung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung wird nunmehr vom  Bund -also von der Allgemeinheit- übernommen. Und das ist natürlich der dickste Brocken der Kosten! Andererseits muss man aber auch sagen, daß die Politik bzw. die Allgemeinheit ja auch die Einführung der Atomenergie massiv gestützt hat. Es hat ja auch ein wenig gedauert, bis ein Umdenken stattfand. Von daher aus meiner Sicht ein fairer Kompromiss. Jedenfalls wenn man nicht die Energiekonzerne finanziell gegen die Wand fahren will.  Und ich will das nicht, ich bin für umbauen und umsteuern.

Einzelheiten zum Rückbaukompromiss auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Konventionelle-Energietraeger/uran-kernenergie,did=739356.html

Auf des Seiten des Bundes für Umwelt-und Naturschutz findet sich eine sehr schöne und kurze Abhandlung darüber was beim Rückbau eines Kernkraftwerkes eigentlich zu beachten ist:

http://www.bund.net/themen_und_projekte/atomkraft/nach_dem_abschalten/rueckbau_der_akw/

2. Forschung: Nachhaltige Wissenspeicherung, wie findet man in 1000 Jahren radioaktiven Müll?

Nach nicht einmal 40 Jahren war die Asse bereits nicht mehr sicher.  Hier nocheinmal die Daten und Fakten zur Asse II auf der Seite von greenpeace:

https://www.greenpeace.de/themen/energiewende-atomkraft/atommull/asse-ii-der-endlager-gau

Und wie soll das in den nächsten 100 Jahren ablaufen oder 10.000 Jahren. Was wenn ein Weinbauer im Jahr 2548 auf die Idee kommt der Salzstollen unter seinem Haus sei doch ein Superweinkeller, und anfängt zu buddeln. Blöde Idee, oder?…..:-)

Aber im Ernst:  Wer weiß denn dann noch was wo liegt? Ich habe meinen Kollegen Eckhard aus Nordrhein-Westfalen gefragt. Eckhard ist Archivar und hat mir erklärt, daß die Archivgesetze vorsehen, daß das Schriftgut in seiner Entstehungsform dauerhaft aufbewahrt wird. Wenn Unterlagen in Papier vorhanden sind, wird also Papier aufgehoben und ist ggf. konservatorisch zu behandeln.

Natürlich können auch Digitalisate anfertigt werden bzw. auch Mikroverfilmungen sind denkbar (Haltbarkeit: mehrere 100 Jahre). Bei digital / elektronisch entstehendem Schriftgut (born digitals) ist die Entstehungs- und die Aufbewahrungsform dann eben digital. Für die Inhaltsdaten gelten derzeit pdf-a und tiff als die haltbarsten Formate. Erfahrungen wie mit den Pergamenturkunden oder mit Papier gibt es nicht.

Wer sich genauer über das Thema informieren möchte, dem möchte ich die Seiten des Archivportals Deutschland empfehlen:

https://www.archivportal-d.de/

3. Architektur und Städtebau: Über Atomkraftwerke, Bunker und Unterwelten:

Ich gebe es ja zu die Einordnung nachfolgender links in diese Rubrik ist etwas gewagt……:-)

Aber die Frage ist, kann man ein AKW besichtigen, solange es noch da ist? Tatsächlich. das geht. Die meisten Kernkraftwerke haben ein Informationszentrum und da kann jeder hin. Als Gruppe ist es sogar kein Problem sogar eine richtige Führung zu bekommen. Hier z.B. im AKW Lingen, das von der RWE betrieben wird.

http://www.rwe.com/web/cms/de/17076/rwe-power-ag/energietraeger/kernkraft/kkw-emsland/informationszentrum/

Die Einkreisungspolitik der NATO  gegenüber Russland, hat weltpolitische Spannungen herbeigeführt. Und wir sollten uns auch wieder in Erinnerung rufen, daß ein Atomkrieg niemals stattfinden darf. Ihr könnt Euch ja auch überlegen, wer denn da genau in der Mitte liegt. Und wenn man sich mal ins Bewusstsein führt wer mittlerweile alles so eine Vernichtungswaffe hat, dann wird mir zumindest ziemlich mulmig. Gruselig ist die Besichtigung des Regierungsbunkers bei Bonn. Wer will kann sich in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker genau anschauen, wie man sich in den 50er Jahren ein Überleben der „Elite“ vorgestellt hat:

http://www.regbu.de/

Irgendwie sowas wie Pioniere in diesem touristischen Neuland sind die Berliner Unterwelten. Ihre Bunkerführungen sind legendär und werden auch von ausländischen Besuchern gerne gebucht. Abenteuer pur:

http://www.berliner-unterwelten.de/

4. Richtig gute Seiten:  „Wohindamit“ und „reset“

Müll ist ja gottseidank nicht immer verbuddelt und für 10.000 Jahre verseucht sondern er entsteht einfach so und das permanent. Klar kann man alles wegwerfen es gibt ja Wertstoffhöfe und eine gut funktionierende Müllabfuhr in Deutschland. Das reicht aber nicht. Endlich gibt es mal eine richtig geniale Seite zum Thema: Wohindamit.de!

www.wohindamit.de

Eine wirklich schöne und engagierte Seite ist auch „Reset“. im Sinne von Neustart. Ich habe Euch mal die Seite zum Thema upcycling rausgesucht, aber es gibt auch Tips zum Wasserverbrauch, zur Körperpflege, Zu Kleidung….wie ihr Plastikmüll vermeiden bzw. weiterverwenden könnt….was Ihr wollt….macht wirklich Spaß dort zu stöbern:

https://reset.org/act/sei-kreativ-do-it-yourself

5.nachhaltiger Tourismus: Wildniskochen am Lagerfeuer und Wildniswandern

Genug vom Müll, kümmern wir uns um die reine Natur und werfen allen Ballast über Bord. Tja aber, kann man auch ohne Equipment in der Natur überleben?

Der BR-Moderator Schmidt Max wurde von seinem Sender in einen Wald geschickt  und erlebte dabei allerlei wundersames: In der BR-Mediathek noch nachzuschauen: „Schmidt-Max und das Herbstmenü am Lagerfeuer“:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/freizeit/schmidt-max-und-das-herbstmenue-vom-lagerfeuer-100.html

Könnt Ihr natürlich auch selber einfach mal ausprobieren: Die Wildnisspädagogin Birgit Alt, bietet Euch Wildnisführungen  und -erlebisse in der alpinen Berglandschaft rund um Garmisch-Partenkirchen an. Hier ihr aktuelles Programm:

http://www.wildnisgeist.de/naturerlebnisse-f%C3%BCr-jung-und-alt-und-ab-2016-auch-mit-inklusionserlebnissen/

6. Regionales Nordwest: Die Niederlande und ihr nationaler Umweltplan

Die Niederlande und das belgische Flandern sind die Partnerländer auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Grund genug mal genauer hinzuschauen. Unsere westlichen Nachbarn sind ganz schön weit auf vielen Gebieten. Als man in Deutschland noch darüber diskutierte ob eine grüne Partei gegründet werden sollte, da hatten die Niederländer bereits ihren nationalen Umweltplan. Dieser ist diverse Male angepaßt woden und ein echtes nachhaltiges und flexibles Langzeitkonzept. Nachzulesen im NiederlandeNet der Universität Münster.

https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/umwelt/vertiefung/umweltschutz/politikziel.html

Und hier auch noch die Literaturtips der deutsch-niederländischen Handelskammer:

http://www.dnhk.org/niederlande/literatur/kultur-der-niederlande/

7. Dinge, die die Welt unbedingt braucht: Private Brauereien und Biere jenseits der Masse

Immer mehr kleinere Brauereien werden von multinationalen Bierkonzernen geschluckt. Dabei sind Privat-Brauereien ein wichtiger Bestandteil einer regionalen Wirtschaft. Hier der link zum Netz der Privatbrauereien:

http://www.private-brauereien.de/de/index.php

und hier eine schöne Seite zum Thema Bier. Oder auch Bier jenseits der Masse

http://www.bierbasis.de/

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch einen entspannten November. Ich melde mich im Dezember wieder. Denn wie gesagt, ab jetzt wieder monatlich:-)

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Foto: Sundowner im November am Starnberger See von Carsten Bauer

Neueste Oekoheimatseiten 7+8/2016

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

meine Urlaubszeit ist vorbei. Ich habe am Bodensee Urlaub gemacht, denselben mit dem Fahrrad umrundet, mir eine Oper auf den Bregenzer Festspiele angeschaut und ich habe ein ganz klein wenig das östererreichische Bundesland Vorarlberg erkundet. Kurz gesagt: Ich bin noch voller Urlaubseindrücke und deswegen auch diverse Beiträge mit entsprechendem Bezug  in diesem Newsletter.

Und jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1. Politik 1: Große TTIP-Demo am 17.September 2016 in 7 deutschen Städten

Immer noch versuchen Industrie- und Politiklobbys die Freihandelsabkommen TTIP und CETA durchzudrücken und dabei die demokratischen Kontrollgremien auszuschalten.  Deshalb wird es am 17.September 2016 erneut bundesweite  Demonstrationen geben, die sich gegen einen Abschluß dieser Vorhaben stemmen. Hier ein Aufruf des BUND:

http://www.bund.net/themen_und_projekte/internationaler_umweltschutz/ttip_ceta/stop_ceta_und_ttip/

Hier der entsprechende Aufruf vom DGB:

http://www.dgb.de/themen/++co++eb3790ee-0b3a-11e4-959e-52540023ef1a

Auf der verdi-Seite wird noch einmal recht gut erklärt, worum es aus Gewerkschaftsseite geht:

http://www.verdi.de/++co++0335d84c-d9e8-11e3-9b6a-52540059119e

2. Politik 2: US Präsidentenwahl: Hillary Clinton will ein Umsteuern in Richtung Erneuerbare Energien

Hillary Clinton hat sich Deutschland zum Vorbild genommen und will den Umbau der Energieversorgung der USA in Richtung erneuerbare Energien. Sie hat sich zudem den Ausbau von Elektromobilität und des Schienenverkehrs auf Ihre Fahnen geschrieben.

Hier ist die Seite von Hillary Clinton:

https://www.hillaryclinton.com/issues/climate/

Also ich für meinen Teil hoffe, daß Hillary Clinton die Wahl gewinnt und dann auch umsetzt was sie verspricht.

3. Tourismus: Vorarlberg und seine nachhaltige Tourismusstrategie:

Das österreichische Bundesland Vorarlberg liegt zwischen Tirol, Lichtenstein, der Schweiz und Deutschland. Und es ist ein Musterland in Sachen Nachhaltigkeit. Architekten dieses Bundeslandes haben viele internationale Preise für innovative Holzarchitektur gewonnen, die Verbraucher dort kaufen zu einem großen Teil landwirtschaftliche Produkte aus der Region bzw. aus biologischer Erzeugung.

Und da darf dann auch nicht ein nachhaltiges Tourismuskonzept fehlen. „Vorarlberg 2020“  heißt es und hier ist die entsprechende Seite:

http://www.vorarlberg.travel/gmbh/de/tourismusstrategie2020/

Und zum Thema: „Wer macht was in Sachen Nachhaltigkeit Vorarlberg?“ gibt es eine Seite des Landes in dem die einzelnen Projekte vernetzt werden.

https://www.vorarlberg.at/vorarlberg/umwelt_zukunft/zukunft/buerofuerzukunftsfragen/weitereinformationen/nachhaltigeentwicklung/nachhaltigeentwicklung.htm

4 Architektur und Städtebau: Modellregion Vorarlberg

Ich bleibe in Vorarlberg. Natürlich sind mir die diversen Beiträge in Architekturzeitschriften bekannt, die sich mit der modernen Holzarchitektur Vorarlbergs beschäftigen. Wenn man daran allerdings vorbeiradelt, dann ist das schon sehr beeindruckend.  In Dornbirn etwa steht der 2013 fertiggestellte Life Cycle Tower. Ein achtgeschössiges Hochhaus aus Holz. Hier die Seite des Architekten Hermann Kaufmann:

http://www.hermann-kaufmann.com/?pid=2&prjnr=10_21

Geradezu spektakulär der Umbau des Karren-Panoramarestaurants durchgeführt vom  Büro ARSP

http://www.arsp.cc/index.php?page=karren

Und es gibt ein Vorarlberger Architektur-Institut (VAI), hier die Seite:

http://www.v-a-i.at/

5. Mobilität:  Die Rückkehr der Luftschiffe? Naja…jedenfalls:  „Airlander 10“ ist gestartet!

Das britische Luftschiff Airlander 10 hat soeben seinen erfolgreichen Jungfernflug absolviert. Es ist 90 m lang und es kann 10 Tonnen Fracht transportieren.

Der Transport von Passagieren und Fracht durch die Luft ist wohl die Branche, deren Zuwächse immer noch zweistellig sind. Ist ja auch praktisch.Das Problem kennen wir alle: Immenser Co2-Ausstoß und eine gigantische Menge an Energie, die es braucht um den Vogel überhaupt in die Luft zu kriegen. Schon in den 20er und 30er Jahren wurden Luftschiffe als elegante Lösung des Problems angesehen. Alllerdings war das Fliegen mit Luftschiffe aufgrund der damaligen verwendeten Materialien, hochgradig riskant. Jetzt aber gibt es verschiedene Unternehmen, die am Luftschiff der Zukunft arbeiten, und das könnte tatsächlich den Luftverkehr revolutionieren.

Helium ist leichter als Luft und das bedeutet, daß Luftschiffe nur die Energie erzeugen müssen um sich fortzubewegen, das ist zwar erheblich langsamer als bei Flugzeugen, aber es ist sicher und kostet viel weniger Energie. Hier die Homepage des Airlander 10:

https://www.hybridairvehicles.com/aircraft/airlander-10

Aber es gibt natürlich schon länger den Zeppelin NT. Der ist 75 m lang und kann ca 2 Tonnen Fracht transportieren. Von dem NT sind bereits etliche Exemplare ausgeliefert worden und der funktioniert sicher und zuverlässig. Der NT wird  zu verschiedenen Missionen eingesetzt werden. und vor allem: Jeder/Jede kann da mitfliegen, denn die Rundflüge um den Bodensee sind durchaus erschwinglich :

http://zeppelin-nt.de/de/

6. Regionales Nordwest: Nachhaltigkeitsallianz Niedersachsen

Immerhin auch das Land Niedersachsen denkt intensiv über eine nachhaltige Ökonomie nach und hat zusammen mit verschiedenen Partnern die Nachhaltigkeitsallianz gegründet. Auch der DGB gehört zu den Parnern dieser Strategie. Das ganze ist zwar in den Projekten noch ein wenig mau, aber das kann ja  noch werden:

http://nachhaltigkeitsallianz.de/die-allianz/unsere-partner/

Und hier die entsprechende Seite des DGB, in der dieser die Zusammenarbeit begründet:

http://niedersachsen.dgb.de/themen/++co++90f77326-f673-11e5-b365-52540023ef1a

 

7. Dinge, die die Welt unbedingt braucht: Die Marionetten des Wael Shawky im Kunsthaus Bregenz

Die arabische und europäische Kultur kennen sich schon sehr lange. Seit über 1400 Jahren gibt es Handel und Kulturaustausch. Leider auch zahlreiche militärische Konflikte, in denen sich beide Seiten in Sachen Gräuel und gegenseitiger Intoleranz in nichts nachstanden.

Der ägyptische Künstler Wael Schawky hat mit seinen Marionetten die Kreuzzüge nachgebildet und Parallellen zu den gegenwärtigen Konflikten in Syrien und Palästina gezogen. Und das ohne einseitige Schuldzuweisung. Sehr beeindruckend. Nachhaltige und nachdenklich machende Kunst.

http://www.kunsthaus-bregenz.at/html/welcome00.htm

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch einen entspannten Restsommer. Ich melde mich im September wieder.

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Foto: Bergsee nahe der österreichisch-bayrischen Grenze von Carsten Bauer

 

Neueste Oekoheimatseiten 5+6/2016

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

They have one mission: Zero Emmission!

Wirklich überzeugte Anhänger elektrischer Antriebe lassen sich nicht von Wirkungsgraden, Reichweiten oder Speicherkapazitäten einschüchtern. 🙂  Es geht schließlich um die Sache! Vom 10.-18.  Juni 2016 findet die Wave 2016 statt, immerhin eine der größten Elektromobil Ralley´s der Welt. Und zwar quer durch Deutschland und die Schweiz . Da wird geschraubt und gewerkelt. Mehrere Hochschulteams sind am Start. Da liegt Innovation und Erfindergeist und ganz viel Aufbruchstimmung in der Luft. Mehr dazu unter Punkt 4 „Mobilität“.

Und jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1. Politik: Franz Alt. Ein Kämpfer wird nicht müde!

„One mission=zero emission“ Das Moto der „Wave 2016“ läßt sich auch auf Franz Alt übertragen.  Das EEG soll schon wieder zurückgedreht werden und trotzdem zieht Franz Alt wie jedes Jahr durch die Republik, stellt sich Diskussionsrunden zur Energiewende, erklärt geduldig die Zusammenhänge von Klimawandel und der gegenwärtigen Flüchtlingskrise. Der Mann wird im Juli diesen Jahres 77 Jahre alt  und er hat die  Energie und einen Idealismus, den so manch 50-Jähriger nicht mehr aufbringt. Ich gebe zu, daß ich ihn für seine Tatkraft bewundere: Hier ist seine Seite:

http://www.sonnenseite.com/de/

Da Franz Alt irgendwie in jeder Ecke Deutschlands seine Vorträge hält und dabei keinen Unterschied zwischen Stadthallen und Dorfgemeinschaftshäusern macht, besteht für die meisten von Euch die Möglichkeit den Mann zu treffen:

http://www.sonnenseite.com/de/franz-alt/vortragstermine/

2. Tourismus: Kieler Woche inklusive Ballonsail!

vom 8. bis zum 26. Juni findet sie wieder statt: Die Kieler Woche. Wer mich kennt, weiß es ist für mich ein fester Termin in meinem Ökoheimatseitenkalender und ich fahre auch jedes Jahr hin:

Traditionssegler, die von Vereinen liebevoll in Stand gesetzt werden, High-Tech-Segler die Spitzengeschwindigkeiten von 100 km/h pro Stunde erreichen können. Echt großer Sport: Die Segelregatten in allen Klassen und richtig gute Musik auf zahleichen Konzerten und und und….

http://www.kieler-woche.de/

Zur Balloonsail! Sie findet parallel zur Kieler Woche statt. Wer jemals an einem Abend während der Kieler Woche an der Förde gesessen hat, wird den surrealistischen Eindruck nicht vergessen: Auf der Förde die Windjammer und am Himmel 40 – 50 Ballons. Als wäre es ein Fenster in eine ferne Zeit oder auch Zukunft.

http://www.balloon-sail.de/

3. Wirtschaft: Hydrail: Niedersachen ersetzt bis 2018 Dieselloks durch Brennstoffzellenzüge und Konfernez zu Hydrail an der University of  Birmingham:

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) ist ein Macher! Schon in seiner Zeit als Personalratsvorsitzender der Jade Hochschule Wilhelmshaven konnte man sich auf ihn verlassen! Bereits 2014 hat er einen Deal mit Alstom geschlossen: Alstom produziert Wasserstoffgetrtiebene Züge und diese sollen dann ab 2018 auf den Strecken Cuxhaven-Bremerhaven und Cuxhaven-Hamburg und einigen noch nicht näher spezifizierten Strecken laufen. Wichtig: Sie sollen Dieselloks ersetzen, und nicht auf elektrifizierten Strecken eingesetzt werden,

Hier die damalige Pressemitteilung des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums:

http://www.mw.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=5459&article_id=127988&_psmand=18

Wie weit ist die Technolgie heute? Läßt sich der Termin 2018 halten? Das habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können. Sowohl Alstom als auch das Ministerium geeben sich bedeckt. Aber ich habe an das niedersächsische Wirtschaftsministerium eine Mail geschrieben und denke, dass ich wohl eine Antwort bekomme. Diese dann in den nächsten Oekoheimatseiten im Juli.

Für Ungeduldige: An der Universität Birmingham findet vom 04.-05. Juli 2016 eine Konferenz zum Thema statt. Danach gibts es  Material auf dieser Seite:

http://hydrail.org/

4. Mobilität der Zukunft: Wavetrophy 2016  und „Who killed the electric car?“

Es ist zwar eine Ralley, aber es geht den Teilnehmern vor allem um einen Bewusstseinswandel zur E-mobility in der Gesellschaft.

http://www.wavetrophy.com/

E-Bikes und pedelecs, können Autos im Stadtverkehr ersetzen. Und der Fahrkomfort eines Elektroautos ist unübertroffen: Einfach leise dahingleiten….ein Traum, warum haben sich E-Autos eigentlich immer noch nicht durchgesetzt?

Immer noch ein Klassiker aus dem Jahr 2006: der Dokumentarfilm von Chris Paine „Who killed the electric car?“ Er machte sich Gedanken warum Chevrolet in den 90zigern ein voll funktionsfähiges Elektroauto wieder vom Markt genommen hat. Hier die Seite von „Filme für die Erde“:

https://filmefuerdieerde.org/filme/mobilitaet/who-killed-the-electric-car

5. Architektur und Städtebau: Goldfingers Türme: Balfron Tower und Trellick Tower.

Angeblich hat Ian Fleming den fiesen Kontrahenten seines Helden James Bond nach dem ungarisch-britischen Architekten Ernö Goldfinger benannt, weil er dessen Bauwerke  so abscheulich fand. Goldfinger baute im Stil des „Brutalismus“ was ja auch ein bezeichnender Name ist 🙂 .Ich selber weiß auch nicht wirklich, ob ich sie schön finde, aber irgendwie faszinieren sie mich doch.

Hier die Infos aus Archinform: Balfron Tower wurde 1963 als sozialer Wohnungsbau eingeweiht, er ist 27 Stockwerke hoch:

https://deu.archinform.net/projekte/13491.htm

Goldfinger zog 1963 selbst für 2 Monate in das Gebäude ein und diskutierte mit den Bewohnern wo Verbesserungen möglich waren. Diese Erkenntnisse flossen dann in den 1972 fertiggstellten Trellick-Tower ein

https://deu.archinform.net/projekte/12131.htm

Interessant ist das beide Bauwerke einen sozialen Niedergang erlebten, zwischenzeitlich abgerissen werden sollten und dann plötzlich in den End-90ern und 2000ern wiederentdeckt wurden. Beide Gebäude gelten mittlerweile in London als hip, Zahlreiche Künstler wohnen hier, Filme und Fernsehserien wurden hier gedreht.  Die Wohnungen sind zum Teil in Privatbesitz übergegangen. Andere sind nach wie vor Sozialwohnungen. Das bedeutet eine angenehme Mischung von Leuten, fast wie in einem Stadtviertel. Beide Gebäude sind mittlerweile Teil des National Trust und stehen unter Denkmalschutz.

Auf der wunderbaren Seite „lovelondoncouncilhousing“ von Andrea Klettner (einer Journalistin der Times und des Standard)  kann man sich einen Eindruck vom Innenleben des Trellick verschaffen:

http://www.lovelondoncouncilhousing.com/2013/09/inside-trellick-tower.html

Ist sowas ökologisch?nachhaltig? Ja, irgendwie schon…..und gewerkschaftlich auch, denn Balfron Tower ist mittlerweile eine Wohngenossenschaft.:-)

6. Regionales Nordwest und Forschung : Bremer Uni testet „Kerzenwachsrakete“ und Forschungsschiff „Sonne“ auf Polarkurs

Naja auf jeden Fall hat die Rakete einen Sauerstoff-Paraffinantrieb und ist damit um ein vielfaches umweltfreundlicher als ein herkömmliches Raketentriebwerk. Wer jemals den Start einer Ariane 5 Rakete unter Umweltgesichtspunkten betrachtet hat, bekommt das Grausen. Die Bremer Ökorakete erreichte auch nur 1500 m Höhe aber es war ja ohnhin ein Testflug und nur ein ganz kleiner Schritt auf dem Weg zu Größerem.

https://www.zarm.uni-bremen.de/press/single-view/article/successful-launch-of-zephyr.html

Das neue Forschungsschiff Sonne ist erstmals unter Leitung der Universität Oldenburg im Pazifik unterwegs und nimmt Bakterienproben an verschiedenen Standorten um den Klimawandel zu dokumentieren.

https://www.presse.uni-oldenburg.de/mit/2016/107.html

Hier noch einmal die technischen Details der „Sonne“

https://www.portal-forschungsschiffe.de/schiffe/sonne

7. Dinge, die die Welt unbedingt braucht: „Floating Piers“ Christos neues Projekt im Lago d´Iseo.

Vom 24.Juni bis 07.Juli 1995 verhüllten Christo und Jeanne-Claude den deutschen Reichstag und haben ihm damit etwas von seiner geschichtlichen Last und Düsterheit genommen. Nach dieser Kunstaktion begann der Umbau des Reichstages und der Entwurf mit Kuppel  des britischen Starchitekten Norman Foster wurde umgesetzt. Die Verhüllung des Reichstages war sicherlich das spektakulärstes Projekt des Künstlerehepaares. Wer sich nicht mehr genau erinnert oder damals zu jung oder noch gar nicht geboren war, hier nochmal die Seite dieses Projektes:

http://www.stiftung-doku-verhüllter-reichstag.de/kunstwerk.html

Jeanne-Claude ist 2009 verstorben aber Christo macht unermüdlich weiter. im Juni wird er 81 Jahre alt. Sein neuestes Projekt heißt „Floating Piers“ und es werden aufblasbare Schwimmstege quer über den oberitalienischen See Lago d´Iseo verlegt. Der Begeher erhält den Eindruck buchstäblich über das Wasser zu laufen. Das Projekt startet am 18.Juni und dauert bis zum 03.Juli 2016. Die Materialien werden anschließend u 100 % recycelt. Wahrhaft nachhaltige Kunst!

http://www.thefloatingpiers.com/0

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch einen entspannten Juni. Ich melde mich im Juli wieder.

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Foto: stürmische See 2015 von Carsten Bauer