Archiv für den Monat: März 2014

Neueste Oekoheimatseiten 3/2014

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

Es ist ja nicht neu, daß  Demagogen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus schüren, und das Resultat ihrer Bemühungen als „demokratisch“ verkaufen.  50,3 % der Schweizer haben sich gegen „Masseneinwanderung aus der EU“ ausgeprochen . Unsere KollegenInnen vom Schweizer Gewerkschaftsbund (SGB) haben versucht mit Argumenten dagegen zu halten, waren aber erfolglos. Eine der ersten Konsequenzen seitens der EU ist es jetzt das Abkommen über den gemeinsamen Strommarkt auf Eis zu legen. Aus meiner  Sicht ist vor allem bedauerlich, daß der  weitgehend saubere Strom aus Schweizer Wasserkraftwerken nun draussen bleibt während die Betreiber der deutschen Kohleschleudern und  französischen AKWs sich die Hände reiben…….Europas Rechtspopulisten gefährden 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges nicht nur das Friedensprojekt Europa, sondern auch Jobentwicklung, Wirtschaft und Umwelt.
Und los gehts mit der monatlichen linksammlung rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt:

1.Politik: Konflikt Schweiz EU und die Konsequenzen für die Energiewirtschaft und die Position der Gewerkschaften

Hier die Presse erklärung des Verbandes Schweizerischer Energieversorger (VSE):
http://www.strom.ch/de/extensions/news/news-ansicht/news/eu-stromabkommen-pragmatismus-notwendig.html?cHash=2c8e8c3de9e5041d74702fe3240e6a5d

Die Befürchtungen des Schweizer Gewerkschaftsbundes hier:
http://www.sgb.ch/themen/gewerkschaftspolitik/schweiz/artikel/details/svp-initiative-mit-scharfen-flankierenden-massnahmen-umsetzen/

Einen Neuen Weg für ein soziales und nachhaltig und fair wirtschaftendes Europa, fordert der Europäische Gewerkschaftsbund ( ETUC) in seinem Papier „A new path for europe“
http://www.etuc.org/events/new-path-europe

2. Mobilität: Oldenburg ist Deutschlands Fahrradhauptstadt, Renaissance der Mitfahrzentrale, und Alltagssorgen eines E-Auto-Testfahreres

bereits im letzten Jahr hat der Verkehrsclub Österreichs untersucht in welchen Städten Europas am meisten Rad gefahren wird.  Oldenburg liegt europaweit auf Platz 2 und innerhalb Deutschlands ist es Fahrradhauptstadt. Immerhin 43 % aller Alltagswege werden in meiner Heimatstadt mit dem Fahrrad zurückgelegt.
http://www.vcoe.at/de/presse/aussendungen-archiv/details/items/vcoe-untersuchung-in-welchen-staedten-europas-am-meisten-rad-gefahren-wird-02062013

Aber selbst in einer Stadt wie Oldenburg sind immer noch viel zu viele Autos unterwegs, denn 57 % aller Alltagswege werden ja immer noch mit dem Auto erledigt- in denen oft nur ein einzelner Mensch sitzt.  Die Mitfahrzentrale 2.0.  Flinc. bietet eine Alternative. Mitfahrer einfach per App organisieren. Geht auch als Unternehmen oder Betriebsrat!  https://flinc.org/
Flinc wurde übrigens mit dem Greentec Award 2013 in der Kategorie Mobilität ausgezeichnet.
http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/awards-2013/preistraeger-2013.html

Dirk aus Oldenburg einen mir noch einen Artikel geschickt, der sich mit den Sorgen und Nöten eines BMW i3 Fahreres beim Laden seines Gefährtes auseinandersetzt:
http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/fahrbericht-bmw-i3-rwe-eon-vattenfall-verschlafen-e-mobilitaet-a-955992.html

3. Architektur und Städtebau: Meeresstädte?

Eine lustige Idee hat das Seasteading Institute da: Können sich die am Meer liegenden Städte auch in Richtung Wasser ausbreiten? Das Institut hat hierzu einen Wettbewerb ausgeschrieben. Angesichts der Tatsache, daß 70 % der Menschheit in der Nähe des Meeres leben eine gar nicht so schlechte Idee. Hier der Artikel der green wiwo, weiter unten gibts nette Grafiken der Entwürfe…..:
http://green.wiwo.de/staedte-auf-dem-meer/

Realität wird das „Wohnen auf dem Meer“ bereits in Amsterdam. Angesichts astronomischer Grundstückspreise ensteht in Amsterdam ein neuer Stadteil auf dem Ijsselmeer. Das Projekt „Ijburg“
http://www.woningaanbodijburg.nl/ijwebsite/opkaart.php

Aber das ist ja auch nichts Neues für Niederländer. Immerhin sind in Noord Holland und Amsterdam die Stadtviertel voll mit Hausbooten die in den Grachten dümpeln. Wer es mal ausprobieren möchte, hier ist eine  nette Seite mit B+B, Hotels und Ferienwohnungen auf dem Wasser:
http://www.houseboat-rental-amsterdam.com/

4. Wirtschaft:Volkswagen denkt blau und China steigt bei Desertec ein:

Die deutsche Automobilindustrie ist für unsere Wirtschaft einerseits systemrelevant andererseits kann ein „Weiter So“ aber nicht funktionieren, wie die meisten Leser dieser linksammlung längst wissen.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist es sehr erfreulich, daß Deutschlands größter Autokonzern Volkswagen ein wirkllich lesenswertes Nachhaltigkeitskonzept entwickelt hat:
http://thinkblue.volkswagen.com/de/de/start

Ihr erinnert Euch an Desertec? Das Wüstenstromprojekt macht wieder von sich reden. Nachdem sich zahlreiche Gründungsmitglieder wie z.B. Bosch oder Siemens von der Idee verabschiedet haben sind jetzt die Chinesen da. Der staatliche Konzern SGCC steigt ganz groß bei Desertec ein. Die Chinesen, die in Afrika und Südeuropa ohnehin in zahlreiche Energie-Projekte investieren, haben eine gute Chance das Projekt zu realisieren. Hier eine Seite von Natur-Strom zu dem Thema:
http://www.natur-strom.info/allgemein/wuestenstrom-projekt-desertec-hat-neuen-gesellschafter-gefunden

5. Forschung: Neue Redox-Flow Batterie
Sowohl die Elektromibilität als auch die gesamte Energiewende steht und fällt mit der Entwicklung leistungsfähiger Batterien. In Harvard ist jetzt ein Durchbruch im Bereich der Battarieforschung gelungen:
http://www.klimaretter.info/forschung/nachricht/15466-flow-batterie-speicher-chinon hier der Artikel in „Nature“ dazu:http://www.nature.com/news/cheap-battery-stores-energy-for-a-rainy-day-1.14486

Auch das Deutsche Fraunhofer Institut baut jetzt ein Zentrum zur Batterieforschung auf:
http://www.iws.fraunhofer.de/de/zentren/batterieforschung.html

6. Regionales Nordwest: Diskussionsveranstaltung zur Energiewende in der Weser-Ems-Halle und Oldenburger Stadtrat entscheidet sich für die Netzvergabe an den regionalen Stromversorger EWE

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg findet am 21.03.2014 eine sehr hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Theme Energiewende in der Weser-Ems-Halle statt: http://www.uni-oldenburg.de/40/programm-hoehepunkte/erneuerbare-strategien
Mittlerweile gibt es ja viele Arten einer „Energiewende“ und in Oldenburg stand die Vergabe der Stromnetze zur Disposition. Die von Nico Paech -Professor an der Uni Oldenburg und einer der führenden Postwachstumsökonomen in Deutschland- mitgegründete Oldenburger Energiegenossenschaft (Olegeno) konkurrierte mit dem regionalen Energieversorger EWE.  Das Spannende an diesem Duell, war daß auch de EWE weitgehende Investition in erneuerbare Energien leistet und sich zum Teil im Besitz der Kommunen im Weser-Ems befindet Das Ergebnis im Oldenburger Stadtrat: 4 Stimmen für die Olegeno (Piraten und Linkspartei) und 56 Stimmen für die EWE…auch die grüne Ratsfraktion hat sich für die EWE ausgesprochen. Da ich von der EWE keine Stellungnahme zu dem Erfollg gefunden habe.  kann ich nur die der olegeno beifügen:
 http://www.olegeno.de/aktuelles.html
Aber in dem Fall läßt sich sagen, daß Konkurrenz das Erneuerbare-Energien-Geschäft belebt……

7. Dinge die die Welt unbedingt braucht: „Sarah Blasko live at Sydney Opera House“
Die australische Singer- und Songwriterin Sarah Blasko hat es mal wieder geschafft ihre Fans zu verblüffen:
Am 10. Niovember 2013 hat sie mit ihrer Band zusammen mit dem Sydney Symphony Orchestra ein unwahrscheinlich gutes Konzert gegeben. Schaut es Euch an: Eine schöne Sängerin, die mit ihrer faszinierenden Stimme ihre Band und ein ganzes Symphonieorchester zusammenführt. Was ist denn nachhaltig, wenn nicht diese Musik? 🙂
http://www.youtube.com/watch?v=ocxienSjGPg

Und das wars dann wieder für diesen Monat. kommt entspannt durch den März. Bis April dann
Euer Carsten
Carsten Bauer
Universitätsbibliothek Oldenburg

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