Archiv für den Monat: August 2014

Neueste Oekoheimatseiten 8+9/2014

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

es ist August und bald beginnt mein jährlicher Sommerurlaub. Ich werde mich zunächst ökologisch korrekt eine Woche in Oberbayern mit dem Fahrrad abquälen und mich dann von den Strapazen nachhaltig am Gardasee erholen:-). Aus diesem Grund gibt es jetzt auch eine Doppelnummer der Oekoheimatseiten für August und September 2014. Und auch sonst ist etwas neu:  Die „Neuesten Oekoheimatseiten“haben jetzt eine eigene Homepage.

www.oekoheimatseiten.de

Ihr könnt die jeweils aktuellen Newsletter gerne kommentieren und diskutieren. Ebenfalls geplant ist ein Nachhaltigkeitspool für Betriebsräte und Personalräte und andere Aktive in den Gewerkschaften….das werde ich aber wohl erst nach meinem Urlaub fertigstellen.

Aber nun  geht es los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt. Diesmal mit dem Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit + Tourismus

1. Politik: diesmal ein Buchtip:  Wie hängen die Konflikte dieser Welt mit Klimawandel und sich verknappenden Ressourcen zusammen?

Richtig nette  Urlaubslektüre kann ich irgendwie grad nicht empfehlen. Angesichts der Kriegsnachrichten aus der Ukraine, Nahost, Nordafrika usw. erscheinen die Probleme in unserem kleinen beschaulichen Deutschland,  wie wie unsere Energieversorgung organisieren oder wie wir nachhaltiger wirtschaften  können,  klein und bedeutungslos.

Aber das sind sie  keineswegs.  Es gibt ein hervorragendes Buch zu der Frage ob die derzeitigen Konflikte mit Klimawandel und Ressourcenknappheit zusammenhängen:

Ulrich Schneckener, Andreas Lienkamp, Britta Klagge, Arnulf von Scheliha u.a.
Titel : „Wettstreit um Ressourcen, Konflikte um Klima, Wasser und Boden.282 Seiten, oekom verlag München, 2013
ISBN-13: 978-3-86581-421-0

Auf der Seite des Verlages findet Ihr ein Inhaltsverzeichnis.

http://www.oekom.de/buecher/fachbuch/energie-klimaschutz/buch/wettstreit-um-ressourcen.html

Ihr könnt aber auch einfach die Bibliothek in Eurer Nähe bitten es anzuschaffen. Viele Uni-Bibliotheken haben es sowieso. Wir haben es jedenfalls und es ist ständig ausgeliehen, wie immer, wenn man ein Buch unbedingt braucht….:-)

2. Urlaub/Tourismus:  Mallorca in Zahlen/nachhaltiges Engagement des Deutschen Reiseverbandes

Deutschlands liebste Ferieninsel ist Mallorca. Jedes Jahr verbringen 9 Millionen Touristen darunter ca 2,5 Millionen Deutsche Ihren Urlaub auf dieser Mitttelmeerinsel. Fast alle fliegen mit dem Flugzeug. Rund 150.000 Starts-und Landungen gibt es im Jahr. http://mallorca.de/tourismus/touristenzahlen.php5

Das all dies nicht ohne Folgen für die Einwohner und die Natur bleiben kann zeigt diese „Konfliktkarte der „Grupo Balear de Ornitología y Defensa de la Naturaleza“ kurz GOB, einer Gruppe von Naturschützern und Ornithologen auf  den Balearen:

http://www.gobmallorca.com/

Auf den Seiten der GOB findet sich die Möglichkeit in verschiedene Sprachen, darunter auch Deutsch zu wechseln.

Immerhin hat der Deutsche Reiseverband (DRV) das Problem erkannt und engagiert sich in verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekten. Ihr findet sie unter „Fachthemen“

http://www.drv.de

Besonders hervorheben möchte ich das Projekt Futouris:

http://www.futouris.org/

3. Mobilität: Hochgeschwindigkeitszüge weltweit/ Fähre „Superspeed 2“

es gibt ja ungeheuer praktische Seiten für alles mögliche.Wer zum Beispiel etwas über Hochgeschwindigkeitszüge wissen möchte, der geht einfach auf

http://www.hochgeschwindigkeitszuege.com/

Ich wußte z.B. nicht, daß Spanien neben China das ausgeprägteste Hochgeschwindigkeitsstreckennetz der Welt hat. Und in Anbetracht dessen, was ich unter dem Punkt Tourismus geschrieben habe, ist der AVE doch eine echte Alternative:

http://www.hochgeschwindigkeitszuege.com/spanien/spanien.php

Ähnliches gilt auch für Fähren. Altmodisch sind die ganz bestimmt nicht mehr. Es gibt auch hier regelrechte Schnellfähren: z.B. die „Superspeed 2“, die in nur drei Stunden von Dänemark nachNorwegen ballert 🙂

www.colorline.de/faehrueberfahrten-norwegen/auto-sparpaket-hirtshals-larvik-norwegen

Und natürlich gibt es auch hier ein Portal um die richtige Fähre zu finden:

http://www.faehren.de/

4.  Architektur und Städtebau: Ljubljana wird „European Green Capital 2016“/Bristol ist es bereits 2015/ Kopenhagen, die nachhaltige Stadt

Tja es wäre ja auch zu schön gewesen. Deutschland ist Fußball-Weltmeister und Essen wird zur grünen Hauptstadt Europas. Aber leider hat ein ganz klein wenig dazu gefehlt: Essen hat´s nicht geschafft zur grünen Hauptstadt Europas zu werden. Die Jury hat sich für Ljubljana entschieden. http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-719_de.htm

Ljubljana? Die slowenische Hauptstadt ist vielen von uns unbekannt, aber ihr Webauftritt ist vielversprechend: http://www.visitljubljana.com/de/aktivitaten/sightseeing/55439/detail.html

Slowenien ist ohnehin ein Land, das für den nachhaltigen Tourismus sehr geeignet ist:

http://www.slovenia.info/de/zelena-slovenija-v.htm?zelena_slovenija_v=0&lng=3

2015 ist allerdings schon Bristol eine Reise wert. Die englische Hafenstadt ist schon zur green Capital 2015 gekürt worden und ohnehin ein touristisches Highlight. Der Webauftritts Bristols zur Eurpean green Capital macht richtig Spaß: http://bristolgreencapital.org/

Auch der touristische Webauftritt Bristols macht Lust auf einen Besuch: http://visitbristol.co.uk/

Der Titel „European green capital“ ist keineswegs nur eine Zierde sondern ein Programm.Ich weiß, ich wiederhole mich aber ich verweise nochmal auf Kopenhagen, die diesjährige grüne Hauptstadt Europas,   http://denmark.dk/de/green-living-de/kopenhagen-die-nachhaltige-stadt/

5. Wirtschaft/InnovationWirtschaftsfaktor Tourismus: Studie des Bundeswirtschaftsministeriums

Der Tourismus unserer Zeit ist einerseits ein ökologisches Desaster und andererseits auch in Deutschland einer wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2012 werden  jedes Jahr  278 Milliarden Euro in Deutschland durch Touristen ausgegeben. 2,9 Millionen Beschäftigte -das sind 7 % der Beschäftigten insgesamt- arbeiten in Deutschland direkt oder indirekt in dieser Branche. Hier geht es zu der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/wirtschaftsfaktor-tourismus-deutschland,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Wenn wir uns das anschauen,  sehen wie wie schwer es sein wird einen ökologischen Umbau zu schaffen. Aber es nützt ja nix, da müssen wir ran, Wenn Ihr Euch das Projekt Futouris des DRV anschaut, Dann findet ihr dort auch eine Ausbildungsinitiative der Deutschen Reisebranche, in der Reiseverkäufer in Sachen nachhaltiger Tourismus geschult werden, und das macht doch Mut:

http://www.futouris.org/de/soziokulturelle-verantwortung/2013/wilderness-tracker/reisebuerooekologie.html

6. Forschung. nachhaltige Tourismusforschung in Deutschland

Zu den renommiertesten Forschungsstandorten für nachhaltige Entwicklung hat sich die Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNNE) Eberswalde entwickelt. Hier gibt es logischerweise auch einen Forschungsschwerpunkt „Nachhaltiger Tourismus“

http://www.hnee.de/de/Studium/Master-Studiengaenge/Nachhaltiges-Tourismusmanagement/Forschung-Praxis/Forschungsprojekte/Forschungs-und-Beratungsprojekte-E7279.htm

Das östererreichische Bundesland Tirol hingegen, macht Nägel mit Köpfen, hier soll ein ganzes Dorf zum Forschungsprojekt für nachhaltigen Tourismus im Alpenraum werden.: Alpbach in Tirol

http://presse.tirol.at/de/alpbach-wird-zum-forschungszentrum-fuer-nachhaltigen-tourismus/pr547391

7. Dinge die die Welt unbedingt braucht: Schmidt Max und die historischen Schwimmbäder in Bayern

Die Bayern unter Euch kennen den Schmidt Max sowieso, Für den Rest der Republik erkläre ich es nochmal. Der Schmidt Max (bürgerlich Max Schmidt) ist Moderator beim Bayrischen Rundfunk. Außerdem hat er schon Rollen in bayrischen Regionalkrimis gespielt.  (Chiemsee und Dampfnudelblues) Also ziemlich cooler Typ. Und der hat seit einigen Jahren die Sendung „Freizeit“ im Bayrischen Rundfunk, die immer zu unmöglichen Sendeterminen ausgestrahlt wird. Derzeit: Sonntagsabend um 21.15 h , also genau zur Tatort-Zeit. Aber man kann sich ja in die Mediathek einklicken, und dann alles später sehen. Hier die letzten Sendungen  http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/freizeit/freizeit112.html

So, das wars auch schon wieder, ich wünsche Euch eine entspannte Sommerpause und wenn Ihr wie ich noch Euren Sommerurlaub vor Euch habt, dann auch einen schönen Urlaub

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“