Archiv für den Monat: März 2015

Neueste Oekoheimatseiten 4/2015

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

sie haben einen König und produzieren leckeren Gouda.  Nebenbei sind die Niederlande mit 151 Mrd. Euro Handelsvolumen einer der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik. Ein Viertel der niederländischen Exporte geht nach Deutschland und die Niederlande sind vor China und Frankreich das wichtigste Lieferland Deutschlands. Die wichtigsten niederländischen Erzeugnisse auf dem deutschen Markt sind unter anderem Kokerei- und Erdölerzeugnisse,  Erdöl und Erdgas, sowie Landwirtschaftsprodukte. Grund genug, sich einmal näher mit unseren Nachbarn zu beschäftigen und deshalb sind die Neuesten Oekoheimatseiten auch diesmal ziemlich Niederlande-lastig.

Aber nun  geht es los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1. Politik: Energiepolitische Kooperationen und Konflikte zwischen den Niederlanden und Deutschland

Offshore Windparks stellen nicht nur die ingenieure vor Herausforderungen sondern auch die Staatsrechtler und Juristen. Die Niederlande jedenfalls sind der Auffassung, das 4 Windräder des Offshore-Windparks „Riffgatt“ auf niederländischem (Meeres-) Boden stehen, und demzufolge eine niederländische Baugenehmigung hätte erteilt werden müssen. Die deutsche Seite bestreitet dies.

Aber es gibt noch mehr was die beiden Nachbarländer energiepolitisch verbindet und auch trennt. Das „Niederlande Net“ von der Uni Münster hat präzise die derzeitigen Konfliktlinien und verbindenden Projekte skizziert:

http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/umwelt/vertiefung/energiekonflikte/index.html

Weitere Wirtschaftsinfos auf den Seiten der niederländischen Botschaft in Berlin:

http://deutschland.nlbotschaft.org/service/wirtschaft/wirtschaftsbeziehung-niederlande-deutschland.html

Die Niederlande haben schon 2004 die Energiewende beschlossen und haben einen Umsetzungplan der bis 2020 abgeschlossen sein soll:

http://vnp.nl/wp-content/uploads/2014/01/1.-Energietransitie-Papier-businessplan.pdf

2. sanfter Tourismus: Radfahren in den Niederlanden

die Niederlande sind das Fahradland Europas. Nirgendwo sonst gibt es so viele Radwege und Fahrräder pro Einwohner (meine Heimatstadt Oldenburg mal ausgenommen:-)….) Wer die Niederlande erkunden möchte, der fährt am besten mit dem Rad. Auf holland.com findet sich eine wunderbare interaktive Fahrradkarte:

http://www.holland.com/de/tourist/aktivitaten/radfahren.htm

Noch mehr Infos gibts es auf Fietsland

http://de.nederlandfietsland.nl/de

Eine Unterkunft zu finden ist noch einfacher: die ganzen Niederlande sind im VVV touristisch organisiert:

http://www.vvv.nl/

3. Wirtschaft/Innovation: maritime LNG-Plattform

Die Belastung von Küsten und Häfen durch Schwefeloxide und Schwermetalle durch die Schifffahrt ist ein grosses Problem. Die „maritime LNG-Plattform“ will sich dafür einsetzen, dass Häfen und Reedereien mehr auf Schiffe mit Flüssiggastreibstoffen setzen. Die Initiative besteht aus deutschen und niederländischen Partnern:

http://www.lng-info.de/

Hier der link zur niederländischen „Nationaallngplatform““

http://www.nationaallngplatform.nl/

4. Architektur und Städtebau: Vertikale Windkraftwerke in Rotterdam, Paris und Hamburg

vertikale Windräder sind gerade ganz gewaltig am kommen. Weil es so schön ist, noch einmal der Entwurf zum neuen Rotterdamer Wahrzeichen “ The Dutchwindwheel“

http://thedutchwindwheel.com/en/index

Praktischer, günstiger  und schon fertiggestellt sind die vertikalen Windräder im Eiffelturm: Vom 30. November bis 11. Dezember 2015 wird die UN Klimakonferenz  in Paris stattfinden. Dort soll als Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll vereinbart werden. Ein guter Grund für die Stadt Paris Geld in die Hand zu nehmen und zwei sensationelle vertikale Windkraftwerke in 100 m Höhe zu installieren. Im Eifelturm natürlich. Wo auch sonst? Hier die Seite der New Yorker Firma „Urban green Energy“ die das Projekt realisiert hat. Freut Euch auf spektakuläre Fotos:

http://www.urbangreenenergy.com/content/eiffel-tower

Aber auch das neue Greenpeace Gebäude in Hamburg hat drei nagelneue vertikale Windräder auf dem Dach:

http://www.greenpeace-energy.de/ueber-greenpeace-energy/hafencity.html

5. Forschung: Oeko Institut in Freiburg wird 38 Jahre alt

1977 war ein Mensch mit ökologischem Bewusstsein noch ein „Öko-Spinner“ der zurück in die Steinzeit wollte. Die „Grünen“ gab es noch gar nicht  (die wurden erst 1980 gegründet) und bei der SPD hatte der Gewerkschaftssflügel noch die Mehrheit. Viele Ideen, die wir heute diskutieren haben damals ihren Anfang genommen. 1977 enstand aus der Mitte der Anti-Atom-Bewegung das Freiburger „Oekoinstitut“. Ein privates Umweltforschungsinsititut, dass sich mittlerweile weltweit einen Namen gemacht hat und rund 140 Mitarbeiter beschäftigt. Hier die Seiten des Instituts zum stöbern: http://www.oeko.de/

6. Energiewende: Costa Rica wird zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt

weder die Niederlande noch Deutschland, Dänemark oder Island  sind das erste Land geworden das sich zu 100 % mit erneuerbaren Energien versorgt, sondern Costa Rica ist es. Im Jahr 2014 hat sich Costa Rica zu 100% selbst mit Strom aus Wasser- und Windkraft versorgt. Wenn man zudem bedenkt, dass Solarenergie in Costa Rica eine eher untergeordnete Rolle spielt, wird anschaulich welches Potential hier noch steckt.  Hier die Nachricht auf den Lateinamerika Seiten von Adveniat:

http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/news-details/article/strom-zu-100-prozent-aus-erneuerbaren-energien.html?no_cache=1&cHash=1dfff662f2fb7beaec952e4f29921f18

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen link zum UN-Renewables-Global-Status-Report gesetzt. Demzufolge werden derzeit weltweit 22 % der weltweiten Energiemenge aus erneuerbaren Energien gewonnen:

http://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2014/18/Meldung/renewables-global-status-report-erneuerbare-energien-gewinnen-weltweit-an-bedeutung.html

 7. Dinge, die die Welt unbedingt braucht: Historischer Schiffsbau in den Niederlanden und Sail in Amsterdam

Wer jemals auf einer Kieler Woche, einer Sail in Bremerhaven oder einer Hansesail war, der weiss, dass unsere niederländischen Nachbarn nahezu vernarrt in historischen Schiffsbau sind. Die Niederlande haben weltweit den größten historischen Schiffsbestand und viele Bürger unseres Nachbarlandes sind an der Sicherstellung des historischen Erbes interessiert oder sogar daran beteiligt. Wie ich ja bereits mehrfach in diesen Seiten ausgeführt habe ist ein Comeback der Windjammer -wenn auch mit moderner Technologie ausgestattet-eine Option die nicht ausgeschlossen werden sollte. „From the golden Age to the golden future“ ist denn auch das Credo der Amsterdamer Sail die vom 19.-23. August 2015 mit einer riesigen Flotte an Plattbodenschiffen und Traditionsseglern stattfindet.: https://www.sail.nl/en-2015

Mehrere hundert Freiwillige haben am Nachbau der „Batavia“ in Lelystad ,mitgewirkt: http://www.bataviawerf.nl/

Die „Federatie Varend Erfgoed Nederland“ ist mit der Organisation und Sicherstellung des historischen Schiffsbestandes beschäftigt: http://www.fven.nl/

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch schöne Ostern und  einen entspannten April. Ich melde mich im Mai wieder.

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Foto: Fähre kurz vorm Anlegen in Kiel von Carsten Bauer

 

Neueste Oekoheimatseiten 3/2015

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

kalendarisch sind wir endlich wieder im Frühling angekommen. Alles beginnt zu grünen und zu sprießen. Und was da wie wächst hat mit unserem Thema natürlich unendlich viel zu tun. Für eine soziale und ökologische Ökonomie ist eine soziale und ökologische Landwirtschaft eine tragende Säule. Mehr dazu unter Punkt 2

Aber nun  geht es los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1.Politik: Ausbauziele erneuerbarer Energien innerhalb der EU, interaktive Karte zum Kraftwerksbau und Energiespeicher in Norwegen.

Die Bundesregierung und die Europäische Union haben sich auf neue Ausbauziele für die erneuerbaren Energien verständigt. Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien im Strommix der ganzen europäischen Union auf 20% steigen. Die Zahl heute liegt bei ungefähr 13 %. Dabei hat Deutschland bereits jetzt rund 25 % erneuerbare Energien im Netz (gemeint ist Strom). Hier die Seite

http://www.umweltbundesamt.de/daten/energiebereitstellung-verbrauch/ausbauziele-der-erneuerbaren-energien

Für diejenigen die sich gerne mal anschauen möchten welche Kraftwerke derzeit in Deutschland betrieben bzw. gebaut werden, gibt es eine sehr schöne interaktive Karte

https://www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_Konventioneller-Kraftwerkspark

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu 100 % erneuerbare Engerien ist Das „Projekt Nordlink“. Hier solle eine 623 km lange Stromtrasse Gleichstrom zwischen Norwegen und Deutschland hin und her transportieren. dabei funktionieren die Norwegischen Wasserkraftwerke als Stromspeicher. Wie es funktioniert? Hier der link:

http://www.tennet.eu/de/netz-und-projekte/internationale-verbindungen/nordlink.html

2. Landwirtschaft: Solidarische und soziale Landwirtschaft

Öko-Bauern und Bio-Bauern kennen wir ja alle, aber was bitteschön sollen denn soziale oder solidarische Bauern sein? Vor allem kleinere landwirtschaftliche Betriebe oder auch Nebenerwerbs-Landwirte (aber nicht nur die) können sich damit ein weiteres wirtschaftliches Standbein einrichten.

Bei der solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere private Haushalte die Kosten eines Betriebes und erhalten im Gegenzug dessen Ernteerzeugnisse. So einfach und genial kann nachhaltig sein: Hier gibts alle Infos und Betriebe in Eurere Nähe:

http://www.solidarische-landwirtschaft.org/de/startseite/

Bei der sozalen Landwirtschaft wird der Bauernhof als therapeuthische Hilfe für die Integration von Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen  eingesetzt. Es kann aber auch ein Kindergartenbauernhof oder ein Schulbauernhof sein.  Die „Deutsche Arbeitsgemeinschaft soziale Landwirtschaft“ erklärt das Konzept auf ihrer Seite, dort findet man auch Betriebe. http://www.soziale-landwirtschaft.de/

3. Wirtschaft: Mundraub erfasst das Allgemeineigentum an Obstbäumen

Was gehört uns eigentlich allen gemeinsam? Die mittelalterliche Allmende war Weideland, das allen gehörte und von allen genutzt werden dürfen. Das ging solange gut bis der Frühkapitalismus dieser doch recht schönen Idee den Garaus machte und sich die Grundherren, die Allmende aneigneten. Merke: Allgemeines Eigentum ist ein wertvolles Gut und muss stets aufs Neue verteidigt werden. Seit einiger Zeit bemüht sich „Mundraub“ heimische Obstallmenden zu erfassen und hat eine einzigartige interaktive landkarte erstellt. Obstbäume, Kräuter, Pilze. Bedient Euch es gehört uns allen. Und geht sorgsam damit um…. http://mundraub.org/

4. Mobilität: Autofasten 2015

Seit Aschermittwoch wird in beiden großen Kirchen der Republik wieder gefastet. In der ökomenischen Aktion „Autofasten 2015“ wird  schon zum 18. mal dazu aufgerufen, das Auto einfach mal stehen zu lassen.Bis Ostern wird das doch gehen, oder? Eine wirklich nachhaltige Idee, an der sich auch noch die luxemburgischen Kirchen beteiligen. Hier die Seite: http://www.autofasten.de/

5. Architektur und Städtebau: Die holländische Mega-Windmühle in Rotterdam

Beim Stöbern im Netz bin ich doch auf diese Seite gestossen:  Ein niederländisches Architektenteam hat eine Mega-Windmühle ersonnen. Mit Chill-Oase und Fahrstühlen etc. Ich glaube die Idee ist so verrückt, die wird realisiert. Die niederländische Presse jedenfalls springt begeistert auf. Windmühlen und Holland das passt auch so gut zusammen…doch das wird gebaut 🙂 Viel Spaß bei schönen Bildern:

http://thedutchwindwheel.com/

6. regionales Nordwest: Zukunftsenergien Nordwest

Die Energiewende wird  mehr und mehr zum wichigen Faktor und Garanten für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Spitzentechnologien. Um das dafür nötige Fachpersonal zu rekrutieren findet am 20.und 21. März 2015 die „Job-und Bildungsmessse Zukunftsenergien Nordwest“ in Bremen statt. http://www.zukunftsenergien-nordwest.de/

7. Dinge die die Welt unbedingt braucht: Graffiti von Banksy

Graffiti ist Sachbeschädigung? Oft aber nicht! Manchmal beklemmend, Manchmal wunderschön: Banksys Kunst zieht in den Bann. Ob Banksy ein Mann ist oder eine Frau wissen nur wenige, denn der/die KünstlerIn bemüht sich seine identität geheim zu halten. Nachhaltige Kunst. Hier Banksys Homepage mit seinen neuesten Werken: http://www.banksy.co.uk/

Hier noch  mehr Bilder von Banksy: http://www.artofthestate.co.uk/Banksy/banksy.htm

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch einen entspannten März. Ich melde mich im April wieder.

Euer Carsten

 

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Foto: Schleimünde/Maasholm im März von Carsten Bauer