Archiv für den Monat: Juli 2015

Neueste Oekoheimatseiten 8+9/2015

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

es ist Sommerzeit und ich gehe mal wieder in meinen wohlverdienten Jahresurlaub. In den kommenden 4 Wochen werde ich u.a. im Allgäu radfahren und mich dann davon auf Istrien erholen. Und deshalb gibt es jetzt auch eine Doppelausgabe der Neuesten Oekoheimatseiten.

Aber nun  geht es los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1.Politik; Konzepte für die Energiewende/Förderprogramme für Speichertechnologien

Trotz aller Einsparungen im Bereich der Föderung erneuerbarer Energien lohnt es sich ein auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu stöbern, z.B. Im Bereich der Förderung von Speichertechnologien:

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energiewende/zielarchitektur.html

Es ist auch immer noch Interessant, sich die Fördermöglichkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien bewusster anzuschauen (auch wenn früher alles besser war:-)…)

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Erneuerbare-Energien/ausschreibungen-fuer-ee-foerderung.html

2. nachhaltiger Tourismus: Die große Auswahl/ADFC-Radwegenetz und Pilgerweg Loccum-Volkenroda

Wegfahren ohne die Umwelt zu belasten? Selbst für den kleinen Geldbeutel ist das heutzutage kein Problem mehr. Eine wirklich schöne Auswahl an Reisen mit und in die Natur findet sich auf Renatur.de:

http://www.renatour.de/

Aber auch die Radreise selbst organisieren ist kein Problem, hier eine der schönsten Seiten des ADFC, mit sämtlichen deutschen Radfernwegen.

http://www.adfc.de/deutschland/alle-routen/uebersicht-aller-routen-aus-deutschland-per-rad-entdecken

Und wer mal was ganz anderes versuchen will: Pilgern ist nicht nur „in“, sondern auch gesund und erholsam. Und man muß dazu auch nicht nach Santiago di compostela . Wie wäre es mit dem Pilgerweg Loccum-Volenroda?

http://www.loccum-volkenroda.de/

3. Mobilität: Deutschland-Pass noch bis 31.08.2015 und Kopenhagen´s Investitionsflopp in Sachen E-Bikes

Für 269,– Euro quer durch Deutschland reisen, sooft man will? Das ist der Deutschland-Pass. Verkauft wird er noch bis 31.08.2015 und benutzt werden kann er bis zum 13.09.2015:

http://www.bahn.de/micro/view/deutschlandpass/index.shtml

Kopenhagen ist Fahrradhauptstadt Europas, es vergeht kaum ein Tag in dem ein grünes Portal sich nicht lobend über die Anstrengungen äußert, die Dänemarks Hauptstadt unternimmt um den Autoverkehr zurückzudrängen. aber jetzt ist was schiefgegangen. Lest selbst wie Kopenhagen 12 Millionen Euro bei den Anschaffungen von  E-Bikes versenkt hat. Hier geht’s zum Artikel des Deutschlandfunks.

http://www.deutschlandfunk.de/e-bike-ausleihe-kopenhagener-fahrradprojekt-geraet-ins.795.de.html?dram:article_id=326885

4.Architektur und Städtebau: Bundesschule Bernau bei Berlin und was das Ganze mit mit der ver.di Bildungsstätte Lage-Hörste zu tun hat

1930 gab der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) seine neue Bildungsstätte in Auftrag. Auch heute noch ist der Bau zeitlos, aber leider nicht mehr in Gewerkschaftsbesitz.Hier die Seite der Bundesschule:

http://www.bauhaus-denkmal-bernau.de/

Eine schöne Seite zum Stöbern und von mir ein Apell an ver.di, seine Bildungsstätten nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen: Lage Hörste muss bleiben, bitte unterstützt die Kolleginnen und Kollegen in der ver.di Bildungsstätte:

http://www.imk.verdi.de/

5. Wirtschaft und Innovation: Ein nachhaltiger Gewerbepark bei Berlin:

Es macht ja durchaus Sinn, Unternehmen die die gleiche Zielgruppe ansprechen, die Möglichkeit zu geben, sich gemeinsam anzusiedeln. Bei Berlin wird jetzt versucht einen nachhaltiges Gewerbegebiet zu schaffen:

http://www.envopark.de/

6. Regionales Nordwest: Nachhaltige Energieversorgung in Niedersachsen (NEDS)

ein Riesending, haben sich da die Universitäten Braunschweig, Göttingen, Hannover, Oldenburg und das Oldenburger Forschungsinstitut „OFFIS“ an Land gezogen. Gefördert von der Volkswagenstiftung, geht es darum, wie eine nachhaltige Energieversorgung in Niedersachsen aufgebaut werden kann.

http://www.neds-niedersachsen.de/165.html?&tx_ttnews%5BbackPid%5D=180&tx_ttnews%5Btt_news%5D=62&cHash=67978ddebfab3e5f78dd937302e6e3ad

7. Dinge, die die Welt unbedingt braucht: Die Bregenzer Festspiele

Sie haben sich einen Namen gemacht, die Bregenzer Festspiele und sie bringen die Oper einem Publikum nah, daß nicht unbedingt Opernerfahren ist. Und sie sind sozial, denn jeder kann sich die Karten leisten. Jeder/jede kannj in seinen Freizeitklamotten hin. Manchmal wird man naß aber was solls?

Hier geht es zu den diesjährigen Festspielen auf dem See und die Arie „Nessum dorma“ aus Turandot, wird jeden Abend bis Ende August über den Bodensee schallen. Ich werde da auch in diesem Sommer sein:

http://bregenzerfestspiele.com/de/programm/turandot

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch einen schönen Sommer. ich melde mich erst im Oktober mit neuen Oekoheimsatseiten zurück.

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Foto: Irgendwo an der schwedischen Westküste von Carsten Bauer

Neueste Oekoheimatseiten 7/2015

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

wer hätte das gedacht? Elmau hat geliefert! Zumindest haben sich die G7-Staaten auf die   langfristige „Decarbonisierung“ d.h. dem Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung (Kohle) und dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (Öl) verständigt. Die Bundeskanzlerin hatte einen wirklich anerkennenswerten Erfolg zu verbuchen.

Leider wird dieser Erfolg durch den  Energiegipfel im Kanzleramt vom 01.07.2015 relativiert! Wieder einmal haben sich fossile Partikularinteressen gegenüber dem Allgemeinwohl durchgesetzt, leider auch unterstützt von den Gewerkschaften. Mehr dazu unter den Punkten 1+2.

Aber nun  geht es los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1. Politik 1: Das G7-Treffen auf Schloss Elmau und die Decarbonisierung

Die NGO´s sind sich in der Beurteilung der Ergebnisse von Elmau nicht einig. Ich schliesse mich allerdings dem Statement von Germanwatch an:

https://germanwatch.org/de/10444

Auch Greenpeace sieht in Elmau einen Durchbruch:

http://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/kommentar-zu-den-g7-beschluessen-zum-klimaschutz

Decarbonisierung bedeutet eine Umstrukturierung für unsere gesamte Energieversorgung, unsere Mobilität und unser Bauen.  Hier noch ein Statement des Deutschen Instituts für Entwicklungspolititk:

https://www.die-gdi.de/die-aktuelle-kolumne/article/dekarbonisierung-ist-kein-selbstlaeufer/

Politik 2: Der Energiegipfel vom 01.Juli2015 im Kanzleramt,

Zu den gestrigen Beschlüssen, hier die Presseerklärung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:

http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=718136.html

Hier die 10-Punkte-Agenda vom 26.06.2015 des BMWI:

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/0-9/10-punkte-energie-agenda,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Und hier haben wir auch die Stellungnahme dazu auf der SPD- Seite. unter den Kommentatoren bin ich in nächster Zeit öfter zu finden.  🙂

https://www.spd.de/aktuelles/erfolgreiche_energiewende

Das Argument des Arbeitsplatzverlustes verleitet leider auch den DGB diese Einschätzung zu teilen:

http://www.dgb.de/presse/++co++3091d310-209e-11e5-ac9a-52540023ef1a

auch ver.di macht hier keine Ausnahme.

http://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++5a69b0a6-2097-11e5-a656-52540059119e

E ist ja klar: Wenn ein Energieriese wankt, dann sind auch Arbeitsplätze in Gefahr. Dennoch ist eine Pro-Kohle-Strategie für die Gewerkschaften keine erfolgversprechende Option. Stattdessen sollten wir den Wandel in die post-fossile-Ära aktiv mitgestalten.

Ich schließe mich der Einschätzung von Steffen Bauer vom Deutschen Institut für Entwicklungspolititk an:

„Umso unverständlicher erschienen die nun im Raum stehenden Zugeständnisse gegenüber der deutschen Kohlelobby. Wer hierbei soziale Gerechtigkeit als Argument ins Feld führt, ignoriert nicht nur die profunden Ungerechtigkeiten des anthropogenen Klimawandels sondern leistet den Rückzugsgefechten fossiler Partikularinteressen kurzsichtige Schützenhilfe“

3. Technik und Innovation: Elektrische Schiffsantriebe

Das eine Decarbonisierung keine Science Fiction ist, zeigen zahlreiche technische Innovationen auch und gerade von deutschen Unternehmen. Siemens war an der Entwicklung eine rein elektrische betriebenen Fähre in Norwegen beteiligt:

http://www.siemens.com/innovation/de/home/pictures-of-the-future/mobilitaet-uns-antriebe/elektromobilitaet-elektroschiffe-schwimmende-stromer.html

Und schon vor hundert Jahren hat Siemens die Elektroboote gebaut, die heute noch auf dem Königssee unterwegs sind, das nenne ich nachhaltig. 🙂

 http://www.siemens.com/innovation/de/home/pictures-of-the-future/mobilitaet-uns-antriebe/elektromobilitaet-elektroschiffe-auf-dem-koenigssee.html

4. Architektur und Städtebau: Isny, die deutsche Energiestadt.

Ein weiteres Beispiel wie eine decarbonnisierte Stadt der Zukunft funktioniert ist das schöne Isny im Allgäu. Schon seit 2007 befindet sich Isny auf dem Weg zur freien Energiestadt. Und seit 2008 richtet Isny alljährlich den Isnyer Energiegipfel aus:. Hier die Seite.

http://www.isny.de/servlet/PB/menu/1245913_l1/index.html

Hier das Energieleitbild von Isny:

http://www.isny.de/servlet/PB/show/1374838/EnergieLeitbild_Isny_26.9.2011.pdf

Auch die eigentliche Webpräsenz von Isny stelle ich hier noch kurz vor. Ein wirklich schöner Ort, den ich mir auf meiner diesjährigen Allgäu-Fahrradtour noch genauer anschauen werde:

http://www.isny.de/servlet/PB/menu/-1_l1/index.html

5. Tourismus und Regionales Nordwest: „Paddel und Pedal“ in Ostfriesland

Für Oldenburger und Ostfriesen sind  „Paddel und Pedal“-Stationen ein fester Begriff aber für den Rest der Republik? Also es funktioniert so: Es gibt über Ostfriesland verteilt diverse Stationen an denen man sich Kanus ausleihen kann und Fahrräder und es gibt was zu Essen …..aber schaut doch einfach selbst und macht mal Urlaub in Ostfriesland. Es lohnt sich und ist garantiert nachhaltig:

http://www.paddelundpedal.de/

6. Mobilität der Zukunft: Elektroautos tanken bei Aldi?

jaja das stimmt: Aldi Süd stattet seine Filialen mit Elektrotankstellen aus. Das ist sowohl für Elektroautobesitzer als auch für E-Bike-Radler gedacht. Schaut selbst:

https://www.aldi-sued.de/de/aldi-sued-a-bis-z/aldi-sued-a-bis-z/e/elektrotankstellen/

7. Dinge die die Welt unbedingt braucht: Die Ballonsail auf der Kieler Woche:

Die Kieler Woche ist ja echt mein Ding. Soviel historischer Schiffsbestand und schöne Ausblicke und dann gibt es dabei auch noch die Ballonsail. Natürlich war ich da und das Titelfoto dieses Monats habe ich da aufgenommen. Und ganz ehrlich, wenn die Windjammer und Sportsegler auf der Kieler Förde cruisen und dann noch mehr als 40 Heißluftballons in der Luft sind, dann ist das ein wirklich gelungener nachhaltiger Eindruck:

http://www.balloon-sail.de/aktuelles-grusworte/

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche Euch einen entspannten Juli . Bis August dann, dann gibt es wieder eine Doppelausgabe für August und September.

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Foto: Kieler Woche mit Ballonsail 2015  von Carsten Bauer