Archiv für den Monat: Oktober 2015

Neueste Oekoheimatseiten 10+11/2015

ISSN   2199-6555

Hallo In die Runde,

ich weiß ich bin etwas zu spät, aber nach dem Sommerurlaub war es gar nicht so einfach wieder in den Oekoheimatseitenmodus zu schalten, deshalb gibt es jetzt auch eine Doppelausgabe der Oekoheimatseiten für Oktober und November. Nun ist Schluß mit dem Schlenderian. 🙂

Und jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1.. Politik 1: Flüchtlinge und sozial-ökologisch-nachhaltige Ökonomien:

Menschen fliehen vor Krieg. Aber sie fliehen auch vor Hunger und wirtschaftlicher Not. Und oft ist beides gleich existenziell. Natürlich kann Deutschland nicht alle Verzweifelten dieser Welt aufnehmen, aber wir müssen umsteuern! Die globalisierte Weltwirtschaft, ein gnadenlos operierender Kapitalismus und ausufernde Korruption in zahleichen Entwicklungsländern, aber auch zunehmend klimatische Verschlechterungen  sind hauptverantwortlich für die Flucht von Menschen aus wirtschaftlicher Not.

Nur die Beendigung der Ausbeutung der Entwicklungsländer und der Aufbau von sozialen, ökologischen und nachhaltigen Ökonomien in diesen Staaten -und auch bei uns- kann die Fluchtursachen bekämpfen. Das so etwas funktioniert sieht man bei einem „Brot für die Welt“ Projekt in Kambodscha

http://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/projektliste/kambodscha.html

Das Inkota-Netzwerk setzt sich ebenfalls für eine gerechtere Welt ein und dafür, daß die Lebensinteressen der Menschen endlich wieder Vorrang haben vor ökonomischen Interessen.

https://www.inkota.de/

Aber es geht auch eine Nummer kleiner: Die „Faradgang“ (doch die schreiben sich so:-)..)ist ein Kollektiv aus Berlinern und Kölnern die Fahrräder sammeln und diese wieder fit machen. Die so reparierten Räder werden Flüchtlingen zur Verfügung gestellt oder auch die Anschaffung von Fahrrädern für gemeinnützige Projekte in Kambodscha finanziert.

http://www.faradgang.de/

2. Politik 2: Ergebnisse vom ver.di Bundeskongress

Wenn die größte demokratische Dienstleistungsgewerkschaft der Welt ver.di ihren Bundeskongress hält, dann ist das durchaus eine bedeutsame politische Veranstaltung. Alle vier Jahre tagt ver.di´s höchstes Gremium, um die politischen Weichen für die nächste Legislatur zu stellen. Wie immer ging es hoch her. Die Bundeskanzlerin war da und diverse Größen aus der Politik. Hier finde Ihr die Tagungsprotkolle und Beschlüsse Und natürlich war auch die Energiepolitik ein wichtiges Thema.

https://www.verdi.de/ueber-uns/bundeskongress-2015/++co++6db49660-6103-11e5-b4b0-5254008a33df

3. Politik 3: Weltklimagipfel vom 30.November bis 11.Dezember in Paris

Erinnert Ihr Euch? Am 07.+08. Juni hatten die G7 Staaten auf dem Gipfel in Elmau bahnbrechendes vereinbart: Alle G7 Staaten haben sich zum sogenannten „Zwei Grad Ziel“ bekannt und sie haben die „Decarbonisierung“ beschlossen, also den Einstieg in das postfossile Energiezeitalter. China, Brasilien, Australien und viele andere Länder haben mittlerweile dieses Ziel ebenfalls übernommen und so wird die UN-Klimakonfverenz in Paris von großer Bedeutung sein. Auf der Seite der französischen Botschaft in Berlin bekommt ihr alles sehr anschaulich dargestellt. Viel ausführlicher werde ich logischerweise im Dezember-Newsletter auf das Thema eingehen.

http://www.ambafrance-de.org/Weltklimakonferenz-COP-21-in-Paris-Worum-geht-s

„Brot für die Welt“ hat einen Forderungskatalog aufgestellt den ich recht gut finde:

http://info.brot-fuer-die-welt.de/blog/forderungen-klimagipfel-paris

4. nachhaltiger Tourismus: Das Modell Schweiz

Als die Schweiz am 15.01.2015 die Bindung des Schweizer Frankens an den Euro aufgab, stieg der Franken sofort im Wert und damit auch das Preisniveau- Letzteres war auch vorher für deutsche Touristen schon recht happig. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf den Schweizer Tourismus, der sich doch deutlich von dem anderer Länder abhebt. Und bei effizientem Mitteleinsatz ist der Urlaub in der Schweiz gar nicht mehr so teuer.

Die Schweizer Jugendherbergen beispielsweise haben fast Hotelcharakter und ein anständiges Peis-Leistungsverhältnis. Zudem haben Sie eine wirklich gute Nachhaltigkeitsstrategie, und zwar in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht. Hier die Seite der Schweizer Jugendherbergen:

http://www.youthhostel.ch/de/uber-uns/nachhaltigkeit

Die Schweiz ist -man glaubt es kaum- Fahrradland. Auf veloland.ch kann man wunderschöne Radtouren planen:

http://www.veloland.ch/de/veloland.html

Und es gibt auf dem Bieler See den ersten Solarkatamaran der Welt. Die „Mobicat“ kann 150 Passagiere mitnehmen und bietet ein einzigartiges Reiseerlebnis. Ein Zukunftsmodell auch für die ostfriesischen Inseln!

http://www.bielersee.ch/de/bsg/flotte/ems-mobicat.1802.html

5. Technik und Innovation:Strategieplattform „Power to gas“ und  Kleinwasserkraftwerke

Sonne und Wind versorgten Deutschland auch in diesem Sommer wieder an einigen Tagen zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien. das Problem bei den Erneuerbaren ist leider nur, daß derzeit oft Windparks bzw. Solaranlagen teilweise runtergefahren werden müssen, weil der Strom nicht abgenommen werden kann, weil noch Kohlekraftwerke und AKWs. mit Restlaufzeiten am Netz hängen. Schnell und flexibel sind Gaskraftwerke. Und die beste Lösung Sonnen-und Windstrom zu speichern ist „Power to Gas“. Hier eine sehr schöne Seite der Deutschen Energieagentur DENA über ihre Power-to-Gas-Projekte:

http://www.powertogas.info/roadmap/pilotprojekte-im-ueberblick/?no_cache=1

Eine weitere Möglichkeit der Stromerzeugung sind Kleinwasserkraftwerke. Fließgewässer gibt es Deutschland ja nun wirklich mehr als genug. Was liegt demzufolge näher? Die Fürther Firma Aquakin baut kleine leistungsfähige Wasserkraftwerke. Schaut Euch doch mal an was alles so geht

http://aquakin.com/de/

6. Regionales Nordwest: Deltaplan 21.Jahrhundert in den Niederlanden und Deutscher Küstenschutz

1953 verheerte eine Sturmflut die Niederlande. Die Niederländer schworen sich, dass Ihnen das nicht noch einmal passieren sollte und beschlossen den Deltaplan. Mit gigantischen Fluttoren können heutzutage Flüsse abgeriegelt werden und Dämme wie der Abschlussdeich quer über das Ijsselmeer schneiden dieses von der offenen See ab.

Angesichts des steigenden Meerespiegels haben unsere Nachbarn seit zwei Jahren einen neuen Deltaplan aufgelegt: Den Deltaplan des 21.jahrhunderts, der den Küstenschutz bis zum Jahr 2100 sicherstellt. Hier die Infos auf dem Niederlande.net der Uni Münster:

http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/geographie/vertiefung/wasser/deltaplan.html

Die deutsche Nordseeküste ist der niederländischen nicht unähnlich. Niedersachsen und Schleswig Holstein gehen das Problem aber anders an. Hier die Seite der Stiftung Deutscher Küstenschutz:

http://www.stiftung-deutscher-kuestenschutz.de/

7. Dinge, die die Welt unbedingt braucht: Klimapilgern nach Paris? Warum eigentlich nicht?

Die Nachrichtenlage ist dramatisch. An jedem Tag wird uns zu Bewusstsein geführt, dass in vielen Ländern auf der Welt Krieg und wirtschaftliche Not den Alltag bestimmen. Die richtige Zeit für Kontemplation und Aktion: Pilgern nach Paris zum Klimagipfel? Warum eigentlich nicht?

Unter anderem lädt die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) ein mitzumachen. Vielleicht für einen Tag, vielleicht für länger?

Der internationale Pilgerweg verläuft von Skandinavien über Trier nach Paris Durch Workshops und politische Aktionen entlang des Wegs soll ein Bewusstsein  für die Klimagerechtigkeit auf unserem Planeten geschaffen werden. Bei der ökumenischen Abschluss-Veranstaltung während der Klimakonferenz in Paris treffen Pilger und Aktivisten aus der ganzen Welt zusammen.

http://www.klimapilgern.de/

Und das war es auch schon wieder, ich wünsche Euch einen entspannten November.

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“

Foto: Bergherbst in Grainau (Zugspitze) von Carsten Bauer