Archiv für den Monat: November 2016

Neueste Oekoheimatseiten Dezember 2016

Foto: Trattoria in der Maremma (Toskana) von Carsten Bauer

ISSN   2199-6555

Hallo in die Runde,

schon wieder Dezember? Das bedeutet Weihnachtsstress und Winterurlaub in überfüllten Skigebieten oder auch alles zusammen! Mist!

Aber hey keine Panik! Das hier sind die Oekoheimatseiten: Und das bedeutet Vorfreude auf Weihnachten und eine chillige Zeit.  Auch im Winter kann so Urlaub gemacht werden, daß die Natur und die Seele keinen Schaden nehmen:-) mehr dazu unter Punkten 3 und 4 „nachhaltigerTourismus“. Außerdem geht es diesmal um langsames Reisen, eine seltsame Londoner Buchhandlung mit schrägen Charakteren und um Glücksökonomie für den ökologisch-sozialen Weihnachtsbaum.

Und jetzt geht es wieder los mit dem monatlichen Newsletter rund um das Thema Gewerkschaften, Nachhaltigkeit, Energiewende und allem was damit zusammenhängt.

1. Politik: Österreich: 77,6 % erneuerbare Energien im Netz!

Unser südliches Nachbarland Österreich hat auf dem Weg zur Energieautonomie einen neuen Rekord erreicht. Immerhin 77,6 % erneuerbare Energien waren im Jahr 2016 im Netz. das ist sicherlich zum einen der geografischen Lage zu verdanken zum anderen aber auch einer jahrzehntelangen verantwortungsvollen Energiepolitik. Hier die Seiten des Österreichischen Ministeriums für Wissenschaft, Foschung und Wirtschaft. da finden sich auch allerlei zusätzliche Informationen zur Österreichischen Energiepolitik.

http://www.bmwfw.gv.at/EnergieUndBergbau/Energieversorgung/Seiten/ErneuerbareEnergien.aspx

Aber nur Stromerzeugung ist nicht alles. Auch in Sachen Elektromobilität muss es vorangehen, und da ist die Ladeinfrasruktur das Hauptproblem. Hier noch die Seite des Verbandes „Erneuerbare Energien Österreich:

http://www.erneuerbare-energie.at/

und da nach meiner Überzeugung die Elektromobilität niemals das Ausmass der heutigen fossilen Mobilität erreichen darf, auch noch die Seite der „Verkehrswende Niederösterreich“. Hier haben sch verschiedene Verkehrsinitiativen zusammengeschlossen um die Wende von einer autogerechten zu einer menschengerechten Mobilität hinzubekommen:

http://www.verkehrswende.at/noe/verkehrswende-noe/

2.  Buchtips für den ökologisch-sozialen Weihnachtsbaum 🙂 : „Glücksökonomie“ und „Slow Travel“

Winterzeit ist bei mir immer auch Lesezeit.  Und angesichts des Massenkonsums der Weihnachten einsetzt ist ein gutes Buch auch wie ich finde ein gutes und ausreichendes Geschenk.

Annette jensen und Ute Scheub haben ein wunderbare Buch zur „Glücksökonomie“ geschrieben und auch Teile davon online gestellt. Ist diese Welt eigentlich wirklich die Welt in der wir leben wollen? Geht nicht auch alles ganz anders? Ohne Konkurrenz, Ohne Hierarchien? ohne die Zerstörung der letzten Ressourcen? ja das geht: Hier die Seite der Autorinnen:

http://www.gluecksoekonomie.net/

Schon 2013 schrieb der englische Reisejournalist Dan Kieran seinen Bestseller „Slow Travel“ oder die Kunst des langsamen Reisens. Als sein bester Freund seine polnische Freundin  heiratete und deren Familie darauf bestand, dass die Hochzeit in Polen stattfinden sollte, legte Dan die Reise in die polnische Provinz mt der Bahn und mit Bussen zurück. Dan entdeckte das langsame Reisen für sich. Er erwanderte die Landschaft vor seiner Haustür abseits der Strassen. Er warf seine Reiseführer weg und las lieber klassische Literatur die in seiner Reisegegend spielte. Er erforschte wie wenig man auf einer Reise mitnehmen muss und vieles mehr. Ein spannendes Buch, das wie ich finde unbedingt unter den Weihnachtsbaum gehört. Hier der link mit den bibliographischen Daten der Deutschen Nationalbibliothek

http://d-nb.info/1028161077

Dan arbeitete  auch zeitweise für „The Idler“ (engl. für Leerlauf), einer kuriosen Zeitschrift wie es sie wohl nur im britischen Königreich geben kann. Gründer der Zeitschrift ist  Tom Hodgkinson, der eines Morgens überlegte wie er diesen verdammten Wecker loswerden kann und dann glücklicherweise seinen Job verlor:-). er gründete eine Buchhandlung, die gleichzeitig Verlagssitz des Idler wurde und der Rest ist Legende:-) Hier alles über den Idler:

http://www.idler.co.uk/about/

3. nachhaltiger Tourismus : Winterurlaub im Friaul (Italien)

ich bringe das Thema nachhaltiger Winterurlaub bekanntlich jedes jahr im Dezember und wie immer muss ich zuerst die alpine Pearls als gutes Beispiel erwähnen. Mittlerweile sind es 26 Orte die sich den Grundsätzen eines umweltfreundlichen und nachhaltigen Wintertourismus verschrieben haben. Neu dabei Forni di sopra im italienischen Friaul.

https://www.alpine-pearls.com/die-urlaubsorte/ort/italien/forni-di-sopra/

Alle alpine pearls Orte geben eine Mobilitätsgarantie für Urlauber die ohne Auto anreisen und heißen diese auch besonders willkommen:

https://www.alpine-pearls.com/mobilitaetsgarantie/

Warum umweltfreundlicher Wintertourismus so wichtig für Mensch und Natur ist könnt Ihr noch einmal auf den Seiten des World Wildlife Fonds (WWF) nachlesen:

http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/umweltvertraeglich-reisen/skifahren-wintersport-mit-folgen/

4. noch mehr nachhaltiger Tourismus: Thermalwellness in Italien

Warum ist Winterurlaub eigentlich nur im Schnee möglich? Nett wäre doch auch in einer megagroßen Badewanne abzuhängen und es sich mal so richtig gutgehen zu lassen.

Und das Beste: Manchmal gibts dazu sogar noch einen Zuschuss von der Krankenkasse. Einfach mal nachfragen.

Fast 600 m hoch erheben sich  die Euganeischen Hügel aus der venezianischen Ebene Oben drauf liegen die Thermalkurorte Abano und Montegrotto Therme. Heißt im Winter im heißen Thermalwasser zu paddeln und dabei auf das Nebelmeer im Flachland schauen. Gibts was Besseres? 🙂 Hier alle Infos dazu:

https://www.visitabanomontegrotto.com/de/

5. Architektur und Städtebau: Sozialer Wohnungsbau im Vereinigten Königreich: Stehenlassen und renovieren bitte!

Schon im Juni diesen jahres hatte ich Euch Balfron Tower und Trellick Tower von Ernö Goldfinger vorgestellt, dessen Architektur Ian Fleming (ja genau: Der James Bond Autor) so furchtbar fand, dass er seinen bekanntesten Filmbösewicht (ja genau: Goldfinger:-) ) nach eben jenem Architekten benannt hat. Brutalismus heisst der Architekturstil -bekanntester Vertreter ist Le Corbusier- und ich finde diesen Stil einfach nur beeindruckend:

Ich hatte auch schon Andrea Klettners wunderbare Seite „Love london council housing“ vorgestellt:

http://www.lovelondoncouncilhousing.com/

Derzeit toben im Vereinigten Königreich heftige Debatten über das Stehenlassen oder den Abriß dieser und ähnlicher Gebäude. Manchmal gelingt es den Bewohnern Ihr Haus unter Denkmalschutz stellen zu lassen -wie z.B. bei Balfron und Trellick- manchmal werden sie einfach abgerissen um dann teure Luxusappartments dort entstehen zu lassen.  Eine Gruppe von Architekten hat sich entschlossen hier Widerstand zu leisten und fordert „Stehenlassen!“ und sogar neue und ähnlich mutige Initiativen zum Errichten von Sozialwohnungen wie es sie damals in den 60ern in England gab. Hier die Seite von „Architects for social housing“

https://architectsforsocialhousing.wordpress.com/

Und ich möchte Euch auch noch die Seite von Peter Chadwick „This brutal house“ vorstellen, der diesen Baustil über alles liebt:

http://thisbrutalhouse.com/

Und damit auch als letzten Buchtip in diesem Newsletter seinen Fotoband „This brutal World“. Wird  im „baunetz“ sehr gut beschrieben:

http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-ueber_den_Fotoband_von_Peter_Chadwick_4772559.html

6. Wirtschaft/Innovation: Und nochmal Schmidt Max mit einem Film zum Repair Café

Ich bin bekanntlich ein Fan des Max Schmidt seines Zeichens Moderator beim bayrischen Rundfunk. Die Sendung „Freizeit“ finde ich sehr inspirierend und total witzig. Im November hatte ich ja  das Thema wegwerfen, verbuddeln und Müll. Und kaum hatte ich die Mail an Euch verschickt und meinen Newsletter veröffentlicht, da hatte die „feizeit“ doch tatsächlich das Thema „repair café“. und die Sendung ist so gut gewesen, dass ich sie Euch unmöglich vorenthalten kann:-) Hier also „Schmidt Max und die Kunst der Reparatur“

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/freizeit/freizeit-206.html

7. was die Welt im Dezember braucht? Vielleicht richtig guten Jazz von Susanne Menzel und Klaus Ignatzek und dazu ein Bombardino?

Jazz ist etwas für Spezialisten? Das gilt nur für die Musiker. Für uns Zuhörer und Zuschauer kann Jazz eine Geschichte erzählen, eine Stimmung erzeugen und uns mitnehmen auf eine Reise. Die Oldenburgerin Susanne Menzel und Klaus Ignatzek machen genau das. Ein Konzert mit den Beiden ist wirklich unvergesslich. Hier die Seite mit den nächsten Konzertterminen und den CDs. Auf Youtube könnt Ihr Euch die beiden ebenfalls anhören. Aber ein Konzert ist besser.

und zum Abschluss sozusagen zum Genuss dieser Klänge und zu norddeutschem Schmuddelwetter oder auch zum aprés ski passt hervorragend ein Bombardino. Hier das Rezept, des italienischen Punsches auf Südtirol kompakt:

 

Und das wars auch schon wieder. Ich wünsche uns allen ein schönes und friedvolles Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue jahr. Ich melde mich dann im Januar wieder.

Euer Carsten

P.S. Meine „Neuesten Oekoheimatseiten“ finden sich auch als Blog auf der SPD-Homepage, dort könnt Ihr auch ältere Ökoheimatseiten nachlesen: http://www.spd.de/profil/16141258
und im Ver.di-Mitgliedernetz im Forum „Nachhaltigkeit/Sozial/Ökologisch“