Neueste Oekoheimatseiten September/Oktober 2017 -Schwerpunkt Bibliothek: Karten im digitalen Zeitalter

Titelbild: Trattoria in der Toskane mit Kartenmotiven.

ISSN   2199-6555

Das digitale Zeitalter hat längst angefangen, und es wird wohl kaum einen Bereich geben, der nicht von ihm betroffen wird. Ich möchte aber nicht in den Chor derer einstimmen, die dies verurteilen. ganz im Gegenteil: Ich sehe durchaus die Chancen, die diese Technologie mit sich bringen wird. Für die Kartensammlungen vieler Bibliotheken bietet sich dabei eine Chance neu wahrgenommen zu werden und ihre Bestände in den Fokus der Nutzer zu lenken.

Am 30.Mai 2017 gab es auf dem Bibliothekartag zwei Vorträge zu dem Thema „Karten im digitalen Zeitalter“. Zum einen von Hans Bauer vom Leibnitz-Insititut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg: „Mit der Karte zur Sammlung-Digitale Karten als Knoten für Informationsressourcen“ Hans Bauer stellte insbesondere das Projekt „Geoport Ost vor, dass 901 versteckte Karten digitalisierit und online verfügbar gemacht hat. Der zweite Vortrag war von Roman Walt von der ETH Zürich. „Map series: Effiziente und nutzerorientierte Erschließung von Einzelblättern aus Kartenwerken“. Insbesondere der zweite Vortrag richtete sich eher an Kollegen, die in der Erwerbung und Katalogisierung arbeiten. Die Vorträge finden sich hier:

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/16622

Schon vor vielen jahren haben sich die Kartenprojekte openstreetmap. openseamap und opencyclemap gegründet. Die Idee, war eine interaktive karte, die sich permanent verändert und an der die Nutzer mitarbeiten zu erschaffen und selber Karteninformationen zur Verfügung stellen:

Hier die Seite von openstreetmap:

https://www.openstreetmap.org/#map=5/51.500/-0.100

Hier die Seite von openseamap:

http://www.openseamap.org/index.php?id=openseamap&no_cache=1

Hier die von opencyclemap:

https://www.opencyclemap.org/

Diesen Gedanken hat sich das Projekt GeoPortOst des IOS zu eigen gemacht. Auch hier sind die Nutzer beteiligt worden um Karteninformationen zu erschliessen, ich gehe sofort im Detail darauf ein:

http://geoportost.ios-regensburg.de/

Der Kollege der ETH Zürich zeigte auf, wie sich mithilfe des Programmes „map series“ das Navigieren innerhalb einer Kartenserie erleichtern lässt. Hier die Seite von map series:

https://storymaps.arcgis.com/de/app-list/map-series/

Ziel einer Digitalisierung von Karten in der Schweiz ist insbesondere der Aufbau und Weiterentwicklung des Kartenportals Schweiz:

http://www.kartenportal.ch/

eine schon fast perfektes digitales Kartenwerk umfasst der Server des Geoportals Schweiz:

https://www.geo.admin.ch/

https://map.geo.admin.ch/?topic=ech&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-farbe&layers=ch.swisstopo.zeitreihen,ch.bfs.gebaeude_wohnungs_register,ch.bav.haltestellen-oev,ch.swisstopo.swisstlm3d-wanderwege&layers_visibility=false,false,false,false&layers_timestamp=18641231,,,&lang=de

Auch für Deutschland gitb es ein geoprtal, aber die Vernetzung der deutschen Kartensammlungen bzw. Digitalisierungsprojekte von Karten sind derzeit eher die Ausnahme:

Besonders lobend erwähnt wurde von Hans Bauer aber das Canvas  Projekt der Deutschen Nationalbibliothek an der Uni Jena. Hier wird ein Digitalisierungsprojekt für historische Schulwandkarten durchgeführt:

http://www.ehh.uni-jena.de/Institut/Mitarbeiter/Dr_+Andreas+Christoph/CANVAS+|+Schulwandkarten.html

Insgesamt betrachtet lässt sich sagen, dass sich die Kartensammlungen in Bibliotheksbeständen wieder einer größeren Aufmerksamkeit erfreuen und dass sich mit der Digitalisierung auch die allgemeine Verfügbarkeit der informationsressource Karte verbessert.

ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit.